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Klimafreundlich heizen – die umweltfreundlichsten Möglichkeiten und Förderungen die bei Hausbau oder Renovierung erhalten werden können

von Marc Hammermeister

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Klimafreundlich heizen – die umweltfreundlichsten Möglichkeiten und Förderungen die bei Hausbau oder Renovierung erhalten werden können

von Marc Hammermeister

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Wir haben nur diesen einen Planeten, den es zu beschützen gilt. Leider schlägt das Klima jedoch immer häufiger mit extremen Wettersituationen zurück, die uns wohl in Zukunft deutlich häufiger erwarten werden. Deshalb gilt es für jeden von uns sich so klimafreundlich und umweltbewusst wie nur möglich zu verhalten. Beim Thema Heizen gilt es deshalb ein paar Punkte zu beachten. Vor allem dann, wenn Sie mitten im Hausbau oder einer Renovierung stecken, sollten Sie die Möglichkeit nutzen und auf ein klimafreundliches Heizen setzen. Das kann unter anderem durch Förderungen belohnt werden.

Einfluss von Heizungen auf Klimawandel nicht unterschätzen

Über den Klimawandel wird in der Wissenschaft wird schon seit Jahrzehnten geforscht und diskutiert. In der Wissenschaft ist es Fakt, dass der Mensch ihn verursacht. Mittlerweile hat sich der Klimawandel jedoch bereits zu einer richtigen Klimakrise entwickelt. Als Hausbesitzer*in oder Bauherr*in haben Sie jedoch die Möglichkeit etwas dagegen zu tun, beispielsweise mit einer umweltfreundlichen Heizung.

Rund 40 Prozent der verbrauchten Energie weltweit entfällt auf das Heizen. Klar ist auch, dass hier ein enormes Einsparpotenzial liegt. Allein durch richtiges und effizientes Heizen können die Menschen Energie sowie Geld einsparen.

Einen noch größeren Effekt haben Heizungen, die nicht mit fossilen Energiequellen betrieben werden. Denn nicht nur die Verbrennung dieser Stoffe setzt Treibhausgase frei, die den Klimawandel weiter vorantreiben, sondern auch die Förderung.

Weg von Gas, hin zur Wärmepumpe

Fossile Energien, dazu gehören Gas, Öl und Kohle, sind aktuell in Deutschland noch immer das Mittel der Wahl, wenn es ums Heizen geht. Das muss sich jedoch ändern. Denn es führt schlichtweg zu sehr hohen Emissionen von Treibhausgasen, wie etwa CO2. Ein Weg, wie Hausbesitzer*innen und Bauherr*innen umweltschonender oder sogar klimaneutral heizen können, sind Wärmepumpen.

Laut einer Studie von Agora Energiewende könnte Deutschland bis 2050 komplett klimaneutral werden, wenn die fossilen Stoffe komplett aus dem Leben verbannt werden und stattdessen Strom und Wasserstoff aus erneuerbaren Energien eingesetzt wird.

Für das Heizen bedeutet das, dass (Groß)Wärmepumpen mehr als die Hälfte aller Wohnflächen beheizen sollen. Es ist zwar nicht möglich den gesamten Bedarf damit zu decken, weshalb auch Fernwärme, Solarthermie, Biomasse oder Geothermie zum Einsatz kommen soll.

Geld vom Staat für umweltfreundliche Heizungen

Beim Hausbau und bei Renovierungen kann sich der Einbau einer umweltfreundlichen Heizung durchaus lohnen. Nicht nur, weil Sie dadurch Ihren Teil dazu beitragen, um den Klimawandel aufzuhalten, sondern weil der Staat diese mit diversen Fördermöglichkeiten für die neue Heizung anerkennt.

Im Rahmen des Marktanreizprogramms trägt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle beim Bau oder Umbau der Heizung zwischen 20 und 45 Prozent der Investitionskosten. Dazu zählen die Anschaffungskosten oder die Kosten für die Installation und Inbetriebnahme. Die KfW bietet hingegen günstige Darlehen an, um das Austauschen finanziell realisieren zu können.

Gefördert werden dabei Systeme, die die Wärme für Warmwasser und die Heizung aus teilweise oder komplett erneuerbaren Energien gewinnen. Bei Neubauten wären das etwa Biomasse-Anlagen, Wärmepumpen oder Solarthermie-Anlagen. Wenn Sie renovieren und die Heizung tauschen, muss sie für eine Förderung zumindest zu 25 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden.

Die Natur als Wärmequelle

Die Wärme wird also bei den umweltfreundlichen Heizungen direkt komplett oder zum Teil aus der Natur gewonnen. Bestes Beispiel ist die Wärmepumpe. Sie wird zieht die Wärme von draußen und leitet sie nach innen. Aus einem Kilowattstunden Strom können dann drei bis fünf Kilowattstunden Wärme werden.

Kleine Pumpen ziehen die Wärme aus der Luft. Größere Anlagen nutzen den Boden, das Grundwasser oder andere Gewässer und wandeln die Wärme in Fernwärme um. Die Funktion ist sogar im Winter gewähreistet.  

Die Wärmepumpe wird also neben dem Blockheizkraftwerk und der Heizung mit Biomasse wohl die Zukunft des Heizens sein.

Skandinavische Länder machen es vor

Unseren Nachbarn aus dem Norden gehen mit einem sehr guten Beispiel voran, wenn es um Heizsysteme ohne fossile Energiequellen geht. In Norwegen wird vornehmlich mit Wärmepumpen geheizt. Außerdem besteht das Stromnetz bereits aus 94 Prozent Ökostrom. 95 Prozent aller Heizungen in Schweden sind Wärmepumpen oder Biomasse. Dänemark verbietet Öl und Gas in beim Neubau schon seit mehreren Jahren. Deutschland sollte sich hier ein Beispiel nehmen und tut es wohl auch.

Immer mehr Wärmepumpen in Deutschland

Zwar sind wir hierzulande noch nicht so weit, wie in Norwegen, Schweden oder Dänemark, allerdings zeichnet sich eine Tendenz ab. Immerhin werden immer mehr Wärmepumpen verkauft. Allein im Jahr 2020 waren es rund 120.000 Stück und somit etwa 40 Prozent mehr als noch im Jahr 2019. Das geht zumindest aus den aktuellen Zahlen des Bundesverbands Wärmepumpe e.V. hervor. Am beliebtesten sind dabei die Wärmepumpen, die die Wärme aus Luft und Wasser ziehen.

Richtiges Heizen für den Alltag

 Auch ohne einen Umbau können Sie mit ihrer Heizung etwas für den Klimaschutz tun. Indem Sie im Winter richtig heizen und lüften. Oft sind die Temperaturen in unseren Wohnräumen zu hoch und das schadet natürlich dem Klima. Bereits ein bis zwei Grad weniger sparen nicht nur Geld, sondern schonen die Umwelt.

Bild: unsplash.com, © he gong

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