Massivhaus Förderung – KfW Bank

Den Hausbau günstiger gestalten und das mit staatlicher Hilfe? Das ist durchaus möglich. Eigens für derartige Unterstützungen wurde die KfW, die Kreditanstalt für Wiederaufbau, ins Leben gerufen. Sie fördert Häuslebauer, Existenzgründer, Photovoltaikanlagenbetreiber und viele andere Zielgruppen. Im Kontext des Hausbaus ist das Programm Energieeffizient Bauen für den Bau oder den erstmaligen Erwerb eines so genannten KfW-Effizienzhauses besonders wichtig.

 

Was wird gefördert?

Quelle: KfW / Stephan Sperl

Gefördert werden können Neubauten, die im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms des Bundes erbaut werden. Diese müssen als KfW-Effizienzhaus gebaut werden. Wichtig ist zudem, dass es sich um Wohngebäude handelt, dazu zählen etwa Wohnheime, Altenheime, Pflegeheime, Wohnungen, Häuser und ähnliches. Nicht gefördert werden können dagegen Ferienwohnungen und –häuser.  Zudem können neue abgeschlossene Wohneinheiten gefördert werden, die bisher nicht als Wohnraum genutzt werden konnten. In diesem Fall spricht man von der Umwidmung.

 

Damit ein KfW-Effizienzhaus sich als solches bezeichnen darf, muss es bestimmte Mindestanforderungen erfüllen. Unterscheiden muss man dabei in die drei Varianten:

 

  1. KfW-Effizienzhaus 40
  2. KfW-Effizienzhaus 55
  3. KfW-Effizienzhaus 70

 

Die Unterschiede zwischen den drei Varianten zeigen sich dabei wie folgt:

 

KfW-Effizienzhaus

40 55 70
Jahresprimärenergiebedarf in % des Wertes, der für ein Referenzgebäude benötigt wird 40 % 55 % 70 %
Transmissionswärmeverlust in % des Wertes, der bei einem Referenzgebäude vorliegt 55 % 70 % 85 %

Die oben genannten Werte müssen durch einen Sachverständigen bestätigt werden, um die Förderung zu erhalten. Zugelassen als Sachverständige sind Energieberater, die für die „Vor-Ort-Beratung“ zugelassen sind.

 

Gefördert werden können dabei bis zu 100 Prozent der gesamten Baukosten, allerdings sind die Grundstückskosten dabei nicht mit einzurechnen. Außerdem ist die Förderung auf maximal 50.000 Euro pro Wohneinheit beschränkt.

 

So sieht die Förderung im Detail aus

Es handelt sich bei den Förderungen um Annuitätendarlehen, die unterschiedliche Laufzeiten haben. Allerdings können auch endfällige Darlehen vereinbart werden.

Dabei sind folgende Konstellationen möglich:

LaufzeitSollzinssatz / JahrEffektivzinssatz / JahrTilgungsfreie AnlaufzeitZinsbindung
4 – 10 Jahre1,25 %1,26 %1 – 2 Jahre10 Jahre
11 – 20 Jahre1,25 %1,26 %1 – 3 Jahre10 Jahre
21 – 30 Jahre1,25 %1,26 %1 – 5 Jahre10 Jahre

Die Laufzeit wird fest vereinbart, je nach Laufzeit können zwischen einem und fünf tilgungsfreie Anlaufjahre gewählt werden. In dieser Zeit sind lediglich die Zinsen für das Darlehen zu zahlen. Noch vor Ablauf der Zinsbindungsfrist erfolgt ein Angebot für eine Anschlussfinanzierung. Endfällige Darlehen können vier bis acht Jahre Laufzeit haben, werden aber zum gleichen Zinssatz angeboten.

 

Zusätzlich kann ein Tilgungszuschuss beim KfW-Effizienzhaus 40 und 55 genutzt werden. Dieser beträgt 10 bzw. 5 Prozent und verringert die Darlehenshöhe. Die Auszahlung erfolgt ohne Abschläge zu 100 Prozent. Der Kredit muss jedoch binnen zwölf Monaten nach der Darlehenszusage durch die KfW abgerufen werden. Bei längeren Wartezeiten wird eine Bereitstellungsprovision erhoben, die mit 0,25 Prozent monatlich zu Buche schlägt. Das Darlehen lässt sich auch in Teilbeträgen abrufen, wobei diese innerhalb von drei Monaten dem Verwendungszweck zugeführt werden müssen.

 

Sondertilgungen sind während der Laufzeit kostenfrei möglich, müssen aber mindestens 1.000 Euro betragen.

 

Wie erfolgt die Beantragung?

Die KfW-Kredite müssen vor dem Bau beantragt werden, die Antragstellung erfolgt über die Hausbank. Mit ihr werden auch eventuell benötigte Sicherheiten vereinbart. Eine direkte Antragstellung bei der KfW ist hingegen nicht möglich.

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