Das Hab und Gut im Haus sicher aufbewahren

Wer im Eigenheim lebt, macht sich häufig Gedanken um die eigene Sicherheit. Die Zahl der Einbrüche in Deutschland nimmt – zumindest gefühlt – immer weiter zu, vor allem in der dunklen Jahreszeit fühlen sich viele selbst im eigenen Zuhause nicht mehr sicher. Neben zahlreichen Maßnahmen zum Einbruchsschutz wollen viele Hausbesitzer ihr Hab und Gut vor Dieben schützen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, über die es nachzudenken gilt.

 

Wertanlage oder persönlicher Besitz

Es gibt verschiedene Arten von Dingen, die Hausbesitzer für schützenswert halten. Bereits während der Bauphase des Massivhaus sollten sie sich Gedanken darüber machen, wie sie ihr Hab und Gut sichern wollen. Dazu gehören sowohl Dinge mit einem hohen ideellen Wert als auch klassische Wertanlagen, die sie daheim aufbewahren. Gold ist beispielsweise nach wie vor eine beliebte Geldanlage. Goldschmuck oder Goldbarren bewahren nicht wenige Leute im eigenen Haus auf. Hinzu kommen Geld, Wertbriefe und Sparbücher, die sicher verwahrt werden sollen. Daneben finden sich immer wieder persönliche Dinge, die einen hohen emotionalen Wert aufweisen:

 

  • Erbstücke von Verwandten, wie beispielsweise Schmuck
  • Briefe
  • Erinnerungsstücke an Verwandte, Freunde oder die eigenen Kinder

 

Eines ist allen Dingen gemeinsam: Die Besitzer wären am Boden zerstört, würden diese Gegenstände gestohlen werden. Eine sichere Aufbewahrungsmethode ist also unabdingbar.

Ein Tresor ist eine besonders sichere Aufbewahrungsmöglichkeit für Wertgegenstände aller Art. Wichtig ist, dass er qualitativ hochwertig ist.

Aufbewahrung im Tresor

Wer in den eigenen vier Wänden auf Nummer sicher gehen möchte, installiert einen hochwertigen Tresor. Diese ermöglichen ein Höchstmaß an Sicherheit für alle persönlichen und teuren Gegenstände. Bei der Wahl des Tresors ist auf einige wichtige Punkte zu achten.

 

  1. Eine Zertifizierung

Tresore sollten immer VdS-zertifiziert sein. Tresore mit dem VdS-Gütesiegel sind qualitativ hochwertig und garantieren eine enorme Zuverlässigkeit.

  1. Gute Beratung

Ein guter Hersteller oder Händler berät seine Kunden, bevor er ihnen einen Tresor verkauft. Er fragt ab, welche Größe der Kunde benötigt und wo der Tresor installiert werden soll. Auch die Art der Öffnung ist individuell abzustimmen. Da Tresore in der Regel viel Geld kosten, sollten Kunden die Möglichkeit einer umfangreichen Beratung nutzen.

  1. Versicherung

Nicht jede Haftpflichtversicherung deckt heimische Tresore mit ab. Hier kommt wiederum die VdS-Zertifizierung ins Spiel, die den Versicherungen bestätigt, dass es sich um einen hochwertigen Safe handelt. Kunden sollten den neu eingebauten Tresor unbedingt bei ihrer Versicherung melden.

 

Hat der Kunde sich für einen Tresor entschieden, wird diese im eigenen Haus installiert. Je nach Grundriss des Hauses gibt es unterschiedliche Orte, an denen der Tresor installiert werden kann. Auch hier hilft eine ausführliche Beratung beim gewählten Händler. Dieser kann, in Abstimmung mit dem Kunden, den besten Ort für den Tresor finden. Der Tresor bietet den entscheidenden Vorteil, dass alle Wertgegenstände sicher aufbewahrt sind.

 

Geld und Co. verstecken

Natürlich ist es möglich, die Wertsachen einfach zu verstecken. Es gibt in jedem Haus zahlreiche Verstecke, die unauffällig sind und an denen die Wertgegenstände nicht einfach gefunden werden. Allerdings ist diese Möglichkeit wesentlich weniger sicher als ein Tresor. Kommt es zu einem Einbruch, werden die Diebe zuerst typische Verstecke für Geld und andere Wertgegenstände durchsuchen und alles mitnehmen, was sie finden. Bei einem Tresor schrecken Einbrecher häufig zurück, da das Knacken dieser Wertschränke zu aufwendig und langwierig ist. Es ist also möglich, wenn auch nicht ratsam, das Geld daheim zu verstecken.

Wer seine Wertgegenstände in einem Schließfach bei der Bank aufbewahrt, gibt einiges an Verantwortung ab. Auch die Versicherung der Dinge übernimmt das Geldinstitut.

 

Schließfächer bedeuten weniger Eigenverantwortung

Wer lieber keinen Tresor in den eigenen vier Wänden haben möchte, kann sich bei der Bank ein Schließfach mieten. Dort kann er persönliche und teure Dinge verwahren. Allerdings vermieten die meisten Geldinstitute ihre Schließfächer nur an eigene Kunden und verlangen darüber hinaus eine Gebühr. Der Vorteil für die Kunden liegt darin, dass die Bank weitreichende Sicherheitsmaßnahmen ergreifen kann, um die Dinge in ihrem Tresor zu schützen. Die eingelagerten Gegenstände sind zudem über die Bank versichert. Im Verlustfall greift die Versicherung der Bank. Im Gegenzug kann der Kunde allerdings nur innerhalb der Öffnungszeiten der Bank an sein Schließfach. Ein Bankschließfach ist das Richtige für Menschen, die einen Teil der Verantwortung abgeben wollen. Selbst wenn bei ihnen eingebrochen wird, sind alle wichtigen Gegenstände sicher verwahrt.

Mit moderner Sicherheitssoftware machen Hausbesitzer es Einbrechern immer schwerer. Kameras, Sicherheitstüren und Co. helfen dabei, das eigene Zuhause zu schützen.

Einbrüche nehmen zu – Haushalte sollten sich schützen

Grundsätzlich ist es sinnvoll, das eigene Hab und Gut vor Diebstahl zu schützen. Im Jahr 2018 wurden deutschlandweit fast 100.000 Fälle von Wohnungseinbrüchen verzeichnet. Dabei lag die Aufklärungsquote bei gerade einmal 18, 1 Prozent. Mehr als 80 Prozent aller Wohnungseinbrüche werden also nach wie vor nicht aufgeklärt. Umso wichtiger ist es, die Dinge zu schützen, die Wohnungs- und Hausbesitzern am wichtigsten sind. Dazu gehört nicht nur die Einrichtung eines Tresors. Es gibt weitere Maßnahmen, die beim Schutz des eigenen Heims helfen:

 

  • Die Installation eines sogenannten „Panic Rooms“, der im Notfall sofort verschlossen werden kann. Dieser Raum ist häufig das Schlafzimmer, da die meisten Einbrüche nach wie vor in den Abend- und Nachtstunden stattfinden. Es ist sinnvoll, dass sich der Tresor ebenfalls im „Panic Room“ befindet. So haben die Einbrecher keine Chance, an die Hausbesitzer oder deren Wertgegenstände zu gelangen. Die Einrichtung eines solchen Raums ist allerdings sehr teuer und in Deutschland nicht sehr verbreitet.
  • Sicherheitssoftware, die mit der Polizei verbunden ist, hilft dabei, Einbrecher zu stellen. Dazu zählen Kameras an allen Eingängen zum Haus ebenso wie eine Alarmanlage, die per Code gesichert ist.
  • Sicherheitsfenster und -türen bieten zusätzlichen Schutz, da sie sehr viel schwerer zu überwinden sind als normale Haustüren oder Fenster.
  • Im Winter oder im Urlaub können Zeitschaltuhren dabei helfen, Einbrecher abzuschrecken. So schließen und öffnen die Rollläden zu bestimmten Uhrzeiten morgens und abends. Der Fernseher und diverse Lichter im Haus werden ein- und ausgeschaltet. So wirkt das Haus zu jeder Jahreszeit bewohnt.

 

Wer verschiedene Sicherheitsmaßnahmen miteinander kombiniert, sorgt für eine höchstmögliche Sicherheit im eigenen Heim. Es gilt, Einbrechern keine Chance zu lassen.

 

 

 

Weiterführende Links:

Wissenswertes zum Thema Gold als Geldanlage auf www.verbraucherzentrale.de

Mehr Sicherheit im eigenen Haus durch Tresore auf www.hartmann-tresore.de

Statistiken zur Kriminalität in Deutschland auf de.statista.com

 

 

Bilder:

Abb. 1: Pixabay.com © stevepb (CC0 Creative Commons)

Abb. 2: Pixabay.com © Klarinette71 (CC0 Creative Commons)

Abb. 3: Pixabay.com © geralt (CC0 Creative Commons)

 

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