Grunderwerbsteuer Hamburg 2017

Grunderwerbsteuer Hamburg – Eine Übersicht

Wer sich mit dem Gedanken trägt, ein Haus in Hamburg zu bauen oder zu kaufen, muss dabei auch eine Menge an Nebenkosten in die Kalkulation mit aufnehmen. Einer dieser Posten ist die Grunderwerbsteuer, die gesetzlich festgelegt ist. Jedes Mal, wenn eine Immobilie verkauft wird, muss der Käufer die Grunderwerbsteuer zahlen. Diese war seit 1998 bundesweit einheitlich geregelt und betrug 3,5 Prozent. Seither gab es einige Änderungen und die einzelnen Bundesländer können die Grunderwerbsteuer nach eigenem Ermessen festlegen.
In Hamburg beispielsweise wurde die Grunderwerbsteuer mit Wirkung zum 01.01.2009 auf 4,5 Prozent angehoben.



Grunderwerbsteuer Hamburg – Berechnung

Wie der Prozentsatz vermuten lässt, wird die Grunderwerbsteuer prozentual vom Kaufpreis berechnet. Dabei fällt sie höher aus, je höher der Kaufpreis ist. Bei bebauten Grundstücken ist die Grunderwerbsteuer also von Natur aus höher angesiedelt, als bei unbebauten und damit im Kaufpreis günstigeren Grundstücken. Doch hier findet sich eine Ausnahme: Wer sich für einen Bauträger (Zu den Baufirmen aus Hamburg) entscheidet, der ihm das Massivhaus seiner Wahl bauen soll und von diesem auch das zugehörige Grundstück erwirbt, muss die Grunderwerbsteuer auf den gesamten Preis für Haus und Grundstück entrichten.

Beispiel:

Grundstück am Jenfelder Moor in Hamburg von Privat

Grundstücksfläche= 380 m²
Grundstückskosten / m²= 421,00 € / m²
Grundstückskosten gesamt 421,00 € / m² * 380 m²= 159.980,00 €
Grunderwerbsteuer 159.980,00 € * 4,5 % = 7.199,10 €

Grundstück am Jenfelder Moor in Hamburg vom Bauträger

Grundstücksfläche= 380 m²
Grundstückskosten / m²= 421,00 € / m²
Grundstückskosten gesamt 421,00 € / m² * 380 m²= 159.980,00 €
Kosten Hausbau= 174.900,00 €
Gesamtkosten 174.900,00 € + 159.980,00 € = 334.880,00 €
Grunderwerbsteuer 334.880,00 € * 4,5 % = 15.069,60 €

Die Grunderwerbsteuer für den Erwerb vom Bauträger ist mithin mehr als doppelt so hoch, wie beim Erwerb des gleichen Grundstücks zum gleichen Preis von Privat.

Grunderwerbsteuer Hamburg
Die Entwicklung der Grunderwerbsteuer in Hamburg in einer Infografik

Wann muss die Grunderwerbsteuer bezahlt werden, wann nicht?

Die Grunderwerbsteuer muss grundsätzlich bei jedem innerdeutschen Immobilienverkauf entrichtet werden. Es gibt nur wenige Ausnahmen, die etwa dann gelten, wenn Grundstücke vom eigenen Ehe- oder Lebenspartner erworben werden oder von Personen, mit denen man in direkter Linie verwandt ist. In ersterem Fall gilt eine Befreiung von der Grunderwerbsteuer auch dann, wenn das Grundstück vom Ex-Partner nach einer Scheidung oder Auflösung der Lebenspartnerschaft erworben wird. Allerdings muss der Erwerb dafür im Rahmen der Vermögensauseinandersetzung erfolgen.  Außerdem werden sehr geringwertige Grundstücke von der Versteuerung ausgenommen. Hierbei gilt eine Freigrenze, jedoch kein Freibetrag von 2.500,00 €.

Beispiel:

Grundstückskauf für2.500,00 €
Grunderwerbsteuerkeine
Grundstückskauf für 2.510,00 €
Grunderwerbsteuer 2.510,00 € * 4,5 %= 112,95 €

Fälligkeit der Grunderwerbsteuer

Sobald der Käufer und Verkäufer sich über den Kaufpreis einig geworden sind, einen Vertrag beim Notar aufgesetzt und diesen unterzeichnet haben, gilt der Kauf für den Fiskus als durchgeführt. Ob das Geld bereits geflossen ist oder nicht, ist unerheblich. Nach Zugang des erlassenen Steuerbescheides haben die Käufer einen Monat Zeit zur Begleichung der Steuerschuld. Diese Frist kann nach Ermessen des Finanzamtes erhöht werden, was in der Praxis jedoch so gut wie nie vorkommt. Eine Stundung der Grunderwerbsteuer ist hingegen nicht möglich.

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