Zukunftsweisende Heizsysteme für das Massivhaus

Der Bau eines Massivhauses will gut durchdacht sein. Dies beginnt bereits bei der finanziellen Realisierbarkeit dieses Vorhabens und findet ein vorläufiges Ende bei der Wahl der Inneneinrichtung. Dazwischen gilt es jedoch, unzählige Entscheidungen zu fällen, die differente Details des Massivhauses einbeziehen.

Dabei hat sich im Laufe der letzten Jahre herauskristallisiert, dass ein vorausschauendes Denken und Handeln gerade im Kontext des idealen Heizsystems für das Massivhaus von unbändiger Wichtigkeit ist. Das Heizsystem der ersten Wahl muss zum Bestandteil der Bauplanungsphase werden und dabei auch zwingend in den Bauunternehmervergleich einfließen.

Folgende elementaren Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit das Massivhaus Heizsystem nicht nur heute, sondern auch in Zukunft überzeugen kann:

  1. Es muss erneuerbare Energien nutzen, um den begrenzten fossilen Brennstoffen eine Absage zu erteilen.
  2. Es sollte möglichst umfangreich kostenlos zur Verfügung stehende Energieressourcen ausreizen.
  3. Eine Ausrichtung auf die maximale Reduktion der Schadstoffemission ist obligatorisch.
  4. Es sollte sich einer Technologie bedienen, deren Energielieferant auch in Zukunft von Modernität und günstigen Beschaffungskosten gekennzeichnet ist.

 

Die idealen Massivhaus Heizsysteme im Überblick

Zur zukunftsweisenden Beheizung eines Massivhauses stehen verschiedene Alternativen zur Debatte, die allesamt von sich überzeugen können:

  1. Wärmepumpe

Gerade in Kombination mit einem neu gebauten Massivhaus punktet das Heizprinzip der Wärmepumpe. Egal ob als Sole-Wasser-, Luft-Wasser-, Wasser-Wasser- oder Luft-Luft- Wärmepumpe, all diese Systeme integrieren eine geschlossene Hausaußenhülle bei gleichzeitig kontrolliertem Lüftungssystem, ein Prinzip, welches sich hervorragend über das Massivhaus realisieren lässt.

  1. Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung

Mini-BHKW, so lautet der Name eines Heizsystems, welches als kleines Kraftwerk im heimischen Keller seine Funktion findet. Dabei wird innerhalb des BHKW ein Energieträger verbrannt und treibt mit der Verbrennungsenergie einen Generator an. Gleichzeitig geht die Verbrennungsabwärme über einen Wärmetauscher in den Heizkreislauf über. Auf diese Art lässt sich das Massivhaus zukunftsweisend beheizen und deckt darüber hinaus auch einen Großteil des hausinternen Strombedarfs.

  1. Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse

Gelagerte Energieträger zu verbrennen und daraus Heizenergie zu gewinnen ist ein Vorgehen, welches sich lange Jahre im Heizölkontext bewährt hat. Nach dem gleichen Schema jedoch mit regenerativen Brennstoffen arbeiten die Anlagen zur Verbrennung fester Biomasse, die sich normalerweise als Holzpellets, Holzscheite oder Hackschnitzel darstellt. Ein separater Lagerraum sollte bereits in der Bauplanung des Massivhauses seine Würdigung finden. Hervorragend hat sich bei dieser Heiztechnologie auch die Kombination mit solarthermischen Systemen bewährt.

Idealerweise sollte bei der Umsetzung des Massivhausbaus auch daran gedacht werden, dass sich durch überzeugende Dämmmaßnahmen sowie weitere Energieverbrauch minimierenden Arbeitsschritte der zukunftsweisende Aspekt des Massivhauses nochmals steigern lässt.

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