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Einfamilienhaus Bauen – Preise & Grundrisse im Überblick

Das Einfamilienhaus – beliebteste Form des Hausbaus

Wer sich mit dem Thema Hausbau auseinandersetzt, stößt unweigerlich auch auf das Einfamilienhaus. Bis heute gilt es als der Traum schlechthin für viele Bauherren, wobei man hier doch kleine aber feine Unterschiede machen muss. Das klassische Einfamilienhaus ist nämlich nicht genau definiert, so kann es in verschiedenen Varianten daher kommen:

  1. Freistehendes Einfamilienhaus – der Klassiker und besonders beliebt
  2. Doppelhaus als Einfamilienhaus
  3. Reihenhaus als Einfamilienhaus

 

Das freistehende Einfamilienhaus ist die beliebteste Bauform, allerdings aufgrund der hohen Kosten unter anderem für das nötige Grundstück auch etwas kostenintensiver. Generell gibt es aber einige Merkmale, die jedes Einfamilienhaus auszeichnen:

  • Einfamilienhäuser enthalten nur eine Wohneinheit.
  • In der Regel sind Einfamilienhäuser mit einem Garten, teilweise auch mit einem zusätzlichen Vorgarten ausgestattet.
  • Das Einfamilienhaus muss zum dauerhaften Bewohnen geeignet sein, daher sind Ferien- und Wochenendhäuser nicht als Einfamilienhaus zu verstehen.

 

Vor- und Nachteile beim Einfamilienhaus bauen

Da für die meisten Menschen das freistehende Einfamilienhaus die klassische Definition für diesen Begriff ist, beziehen wir uns im Folgenden nur noch auf dieses. Die Vorteile liegen dabei klar auf der Hand:

  • Je nach Grundstücksgröße ist eine gewisse räumliche Distanz zum Nachbarn gewahrt.
  • Im Garten findet der Nachwuchs ausreichend Möglichkeit zum Spiel.
  • Die Ruhe ist für viele entscheidend, da das Wand-an-Wand-Leben mit anderen Menschen nicht gegeben ist.
  • Das Einfamilienhaus ermöglicht gestalterische Freiheiten (auf den Bebauungsplan achten).
  • Individualität wird im Einfamilienhaus groß geschrieben.
  • Die Wohnfläche lässt sich im Einfamilienhaus durch den Ausbau von Dachboden und/oder Keller einfach vergrößern.
  • Generell ist die Wohnfläche größer als bei einfachen Miet- oder Eigentumswohnungen und erlaubt so mehr individuellen Gestaltungsspielraum.

 

Allerdings birgt das Einfamilienhaus auch einige Nachteile in sich. Die wichtigsten sollen im Folgenden kurz aufgezeigt werden:

– Einfamilienhäuser brauchen große Grundstücke, wodurch sich die Gesamtkosten erhöhen können.

– Einfamilienhäuser stehen frei in der Natur, dadurch sind die Kosten für die Konstruktion höher.

– Auch die Kosten für den Energieverbrauch können aufgrund der vier Außenwände ansteigen.

– Kosten für Erschließung und Anschluss an Straßen und Versorgungsnetze sind recht hoch.

 

Einfamilienhaus – Bauweisen und Energiestandards

Das klassische Einfamilienhaus kann in jeder nur erdenklichen Bauweise gefertigt werden. Der Klassiker ist dabei sicher das Massivhaus. Die Vorteile liegen in einer hohen Individualität und Wertbeständigkeit des Eigenheims. Aber auch Fertighausanbieter ermöglichen den Bau des Einfamilienhauses, wobei die individuellen Wünsche der Kunden durchaus berücksichtigt werden können. Allerdings ist die Wertbeständigkeit hier nicht ganz so hoch, dafür fallen jedoch die Kosten meist etwas geringer aus. Wer vor allem Wert auf natürliches Wohnen legt, kann das Einfamilienhaus ebenso in der Holzbauweise errichten.

 

Darüber hinaus stehen für das Einfamilienhaus zahlreiche Energiestandards zur Verfügung. Hier sind vor allem die folgenden Varianten weit verbreitet:

  • Niedrigenergiehaus – geringer Energieverbrauch
  • Passivhaus – kaum Energieverbrauch
  • Nullenergie-Haus – kein Energieverbrauch
  • Plusenergie-Haus – produziert einen Energieüberschuss
  • KfW-40-Haus – jährlicher Energieverbrauch ca. 40 kWh/m² Wohnfläche
  • KfW-60-Haus – jährlicher Energieverbrauch ca. 60 kWh/m² Wohnfläche
  • Drei-Liter-Haus – jährlicher Heizölverbrauch ca. 3 Liter/m² Wohnfläche

 

Generell sollten Bauherren sich vor dem Hausbau informieren, welcher Energiestandard für sie am ehesten in Frage kommt. Zwar sind Plusenergie-Häuser in der Anschaffung teurer, als die anderen Energiestandards, dafür wird keinerlei Energie verbraucht, stattdessen noch ein Energieüberschuss erzielt, der wiederum verkauft werden kann. In Zeiten steigender Energiepreise ist es also eine Überlegung wert, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, um ein Haus zu bauen, dafür aber langfristig und dauerhaft bares Geld zu sparen.

 

Darüber hinaus kann das Einfamilienhaus in den unterschiedlichsten optischen Bauformen errichtet werden. Einige typische Beispiele dafür sind:

  • Einfamilienhaus als Architektenhaus
  • Einfamilienhaus als Bausatz-Selbstbauhaus
  • Einfamilienhaus als Ökohaus-Biohaus
  • Einfamilienhaus als Fachwerkhaus
  • Einfamilienhaus als Blockhaus
  • Einfamilienhaus als Ferienhaus (Achtung – muss dauerhaft bewohnbar sein)
  • Einfamilienhaus als Bungalow
  • Einfamilienhaus als Stadthaus
  • Einfamilienhaus als Villa
  • Einfamilienhaus als Landhaus

 

Die Liste ist nicht abschließend, verdeutlicht aber, dass das Einfamilienhaus grundsätzlich in nahezu jeder Bauweise, Bauform und auch in jedem Energiestandard errichtet werden kann.

Die beiden häufigsten Varianten sind jedoch in der Massiv- und Fertighausbauweise zu finden, auf die wir im Folgenden näher eingehen wollen.

 

Einfamilienhaus als Massivhaus – Das muss man wissen!

Wer sich für das Einfamilienhaus als Massivhaus entscheidet, baut in der Regel mit massiven Materialien, wie Kalksandstein, Ziegeln, Beton und anderen Steinarten. Die Außen- und auch die tragenden Innenwände werden massiv gebaut, so dass hier einige Zeit ins Land geht, bevor mit der Beendigung der Bauarbeiten zu rechnen ist. Meist wird man hier einige Monate für die reine Bauzeit einrechnen müssen.

Das ist aber nicht nur durch die massive Bauweise, die teils sehr komplex ist, zu begründen. Auch die oft langen Trocknungszeiten sind mit verantwortlich für die lange Bauphase beim Massivhaus. Diese Trocknungszeiten sind notwendig, damit die Feuchtigkeit aus Baustoffen und Verbundmaterialien entweichen kann. Aufgrund der massiven Bauweise gilt das Einfamilienhaus als Massivhaus als sehr langlebig, robust und wertbeständig.

 

Einfamilienhaus bauen als Fertighaus – schnelle Bauzeit und günstige Kosten

Wer sich dagegen für das Einfamilienhaus als Fertighaus entscheidet, darf sich über kurze Bauzeiten freuen. Alle einzelnen Bauteile werden in der Fertigungshalle hergestellt und auf der Baustelle vor Ort nur noch zusammengefügt. Je nach Fertighausanbieter kann der Umfang der vorgefertigten Bauteile allerdings variieren. Teilweise lassen sich Fertighäuser aber binnen ein bis drei Tagen als Rohbau aufstellen.

Das Gebäude als solches wird wetterfest hergerichtet und direkt im Anschluss kann man mit dem Innenausbau beginnen. Von der Bauzeit ist das Fertighaus daher unschlagbar. Damit es aber auch über Jahrzehnte hinweg das Traumhaus der Bewohner bleibt, sollten diese sich an einen entsprechenden Anbieter wenden, der nicht nur über eine lange Erfahrung verfügt, sondern nach Möglichkeit auch geprüft bzw. zertifiziert sein sollte.

 

Einfamilienhaus in verschiedenen Ausbaustufen möglich

Ebenfalls können angehende Bauherren das Einfamilienhaus in verschiedenen Ausbaustufen realisieren. Am weitesten verbreitet sind die Varianten:

  1. Schlüsselfertig bauen
  2. Ausbauhaus bauen
  3. Selbstbauhaus bauen
  4. Bausatzhaus bauen

 

Die schlüsselfertige Bauweise ist die einfachste und bequemste Möglichkeit, um ins eigene Haus zu kommen. Allerdings geht sie auch mit höheren Kosten einher. Der Vorteil ist: Nach der Endabnahme können Bauherren sofort ins Haus einziehen. Jedoch ist der Begriff „schlüsselfertig“ nicht geschützt, so dass sehr genau auf die Bau- und Leistungsbeschreibung geachtet werden muss. Empfehlungen für die Mindestanforderungen an die Bau- und Leistungsbeschreibung für den Hausbau hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen herausgegeben. Verbraucher sollten daher darauf achten, dass schlüsselfertig auch wirklich einzugsbereit bedeutet. Tapeten, Fußböden, sanitäre Anlagen – alles sollte bereits im Preis mit enthalten sein.

 

Das Ausbauhaus, das Selbstbau- und das Bausatzhaus sind wesentlich günstiger. Allerdings verlangen sie den Bauherren auch einiges an Eigenleistungen ab. Beim Ausbauhaus, das auch unter den Begriffen Rohbau-Haus oder Außen-Fertig-Haus angeboten wird, handelt es sich um einen reinen Rohbau, der vom Anbieter erstellt wird. Wichtig ist, dass neben allen Außenwänden, Keller oder Bodenplatte auch das Dach inklusive Eindeckung vom Anbieter erstellt wird. Ebenfalls sollten zumindest die Wasser-, Abwasser- und Heizungsanschlüsse vom Anbieter hergestellt werden. Alle weiteren Arbeiten im Innenbereich müssen die Bauherren selbst erledigen.

 

Beim Selbstbau- und Bausatzhaus werden Einzelteile angeliefert, die mit der eigenen Hände Arbeit zusammengesetzt werden müssen, damit das Traumhaus entsteht. Bei einem solchen Angebot sollten Bauherren darauf achten, dass wenigstens eine persönliche Unterweisung und konkrete Hilfe beim Hausbau durch einen erfahrenen Baufachmann geboten wird. So lassen sich zumindest schwere Fehler beim Bau des Einfamilienhauses vermeiden. Für die einfachere Verarbeitung eignen sich Bausatzhäuser aus Porenbeton übrigens am besten. Sie haben ein geringes Gewicht und lassen sich einfach bearbeiten.

 

Generell gilt jedoch, dass die Häuser mit sehr vielen Eigenleistungen nur für Bauherren von Interesse sein sollten, die über handwerkliches Geschick, Fachkenntnisse in den einzelnen Gewerken und sehr viel Zeit verfügen. Andernfalls können Mängel am Haus auftreten, für die es keine Gewährleistungen gibt oder aber der Hausbau nimmt so viel Zeit in Anspruch, dass mit einem Einzug in naher Zukunft nicht mehr zu rechnen ist.

 

Nur bestimmte Eigenleistungen beim Hausbau erbringen

Alternativ dazu lassen sich Einfamilienhäuser bauen, bei denen nur bestimmte Eigenleistungen erbracht werden. Der Bauherr, der gelernter Fliesen- und Fußbodenleger ist, kann im Innenausbau das Verlegen von Böden und Fliesen selbst übernehmen. Der gelernte Elektriker kann sicher die Elektrik selbst ausführen und so weiter. Dadurch sinken die Baukosten zwar nicht ganz so stark, die Gefahren, die sich durch Unwissenheit ergeben, sind aber ebenfalls nicht vorhanden.

Doch Bauherren sollten hier mit spitzer Feder kalkulieren, denn nicht immer sind die Einsparungen durch Eigenleistungen ausreichend, um den hohen Aufwand, der damit einhergeht, zu rechtfertigen. Wer beispielsweise Fliesen und Böden selbst verlegt oder die Elektroinstallation selbst vornimmt, muss das Material meist selbst beschaffen. Hinzu kommen die Lohnkosten, die den eigentlichen Spareffekt ausmachen.

 

Beispiel:

Elektroinstallation soll durch Bauherrn durchgeführt werden.

Dafür erteilt der Anbieter eine Gutschrift über 1.000 Euro

Die Materialkosten belaufen sich auf 750 Euro

Die Einsparung liegt gerade einmal bei 250 Euro, der Aufwand ist jedoch enorm.

 

Zu beachten ist außerdem, dass der Zeitaufwand sehr hoch ist, wenn es um Eigenleistungen für das Einfamilienhaus geht. Meist ist für diese Eigenleistungen nur im Urlaub und/oder an den Wochenenden bzw. nach Feierabend Zeit. Das gesellschaftliche Leben, der Freundeskreis und die Familie werden dann oft vernachlässigt, man selbst kommt kaum zur Ruhe. Oft sind an diesen massiven, teils auch sich selbst überschätzenden Eigenleistungsvereinbarungen Familien zerbrochen oder der Gesundheitszustand der Bauherren sank rapide ab. Deshalb sollte hier sehr genau überlegt werden, wie sinnvoll Eigenleistungen für das Einfamilienhaus tatsächlich sind.

Freistehendes Einfamilienhaus von der Firma Elbe-Haus. Hier gehts zum Haus
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