Stadthaus – Bauen in der Stadt

Städtisches Wohnen im Stadthaus

stadthausDas Leben in der Stadt bietet zweifelsfrei gewisse Vorzüge. Hier ist man immer nah dran am pulsierenden Leben, kann sich die Stadt mit ihrer gesamten Infrastruktur, den Einkaufs- und Freizeitangeboten erschließen und lebt gleichzeitig in einem Gebiet, welches sich in der Regel durch einen großen Arbeitsplatzpool profiliert.

Selbstverständlich gibt es für gut betuchte Personen und Familien die Stadtvilla, die dem Leben in der Stadt einen luxuriösen Charme verleiht. Für Otto-Normalverdiener allerdings ist es wohl eher das Stadthaus, welches sich die Aufmerksamkeit verdient.

Stadthaus in vielfältiger Erscheinungsform

Wenn es darum geht, zu erschließen, was eigentlich ein Stadthaus ist, so wird man schnell feststellen, dass es nur wenige Charakteristiken gibt, welche das Stadthaus zwangsläufig von anderen Gebäudearten unterscheiden. Einzig bezüglich der Lage gibt es explizite Definitionsmerkmale, denn der Standort eines Stadthauses befindet sich

  • in Stadtzentren,
  • in städtischen Randlagen oder in
  • stadtnahen Wohngebieten.

Darüber hinaus ist ein Stadthaus vor allem durch eines charakterisiert, nämlich durch Begriffsflexibilität:

  • Stadthäuser können Ein-, Zwei oder Mehrfamilienwohnhäuser sein.
  • Sie können selbst genutztes Wohneigentum oder eine Mietimmobilie darstellen.
  • Stadthäuser sind zwar häufig von älterem Baudatum, dürfen jedoch gerne auch als Neubau errichtet sein.
  • Zwar sind sie überwiegend im Stil der vorindustriellen Stadthäuser gehalten, können aber auch gerne mit moderner Architektur aufwarten.
  • Sie existieren sowohl freistehend, als auch einseitig oder gar doppelseitig angebaut.

 

Das vorindustrielle Stadthaus: Der Klassiker

Stadthäuser von heute dürfen getrost die Wünsche des Bauherren widerspiegeln – allerdings vorausgesetzt dieser findet im städtischen Raum noch eine Parzelle, auf der er ungeniert sein neues Stadthaus errichten kann. Folglich sind es normalerweise die Gebäude der vorindustriellen Zeit, welche heute als Stadthäuser an den Mann oder die Frau gebracht werden.

Diese Stadthäuser zeichnen sich durch ihre konforme Optik aus – bis auf die Fassadengestaltung scheint jedes Haus gleich zu sein. Insgesamt mutet dieses Stadthaus eher rustikal an und erinnert dabei an seine ursprüngliche Mission, den Arbeiterfamilien eine ansprechende Unterkunft zu bieten. Im Innenraum erlebt man meist eine angenehme Überraschung mit besonders hohen Decken, großen Fenstern und häufig auch hübschen Stuckornamenten.

Aufgrund des reduzierten Platzangebots in der Stadt sind diese Gebäude häufig zu beiden Seiten angebaut und verfügen nur über kleine Gartenparzellen.

 

Stadthäuser und ihre heutige Funktion

Heute ein Stadthaus zu bauen bedeutet, wirklich tief in die Tasche greifen zu müssen. Denn der nach wie vor begrenzte Platz im städtischen Raum lässt bereits die Grundstückspreise in Schwindel erregende Höhen steigen. Und selbst wer eine Altbauimmobilie erwerben möchte, braucht für ein solches Stadthaus ein großzügiges Budget.

Deshalb ist es heute schwer, Stadthäuser als selbst genutztes Wohneigentum zu finden. Wesentlich häufiger werden die entsprechenden Gebäude als Geldanlageoption erworben. Und dies bedeutet

  • Stadthäuser werden nur noch selten selbst bewohnt und falls doch, dann nur auf begrenztem Raum.
  • Im Inneren der Stadthäuser werden Umbaumaßnahmen vorgenommen, so dass einzelne Wohneinheiten entstehen, die vermietbar sind.
  • Das Stadthaus ist also in der Regel ein Zwei- oder ein Mehrfamilienwohnhaus, in dem mehrere Mietparteien leben.
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