Massivhaus Planung – Garage oder Carport?

Wer sein Massivhaus bereits gebaut hat, der stellt mitunter nach einigen Monaten oder Jahren fest, dass es doch nicht ausreichend groß ist. Dann werden zusätzliche Räumlichkeiten benötigt. Wurde auf die Unterkellerung verzichtet, fällt diese Möglichkeit für mehr Platz schon einmal weg. Eventuell kann das Dachgeschoss noch ausgebaut werden. Wenn es aber darum geht, einen passenden Unterstand für das Fahrzeug zu finden, dann kommt man um den Neubau einer Garage oder eines Carports nicht herum. Doch welche Variante ist günstiger?

 

Preislich haben Carports die Nase vorn

Wem es beim Bau des Fahrzeugunterstandes vor allem um die preislichen Aspekte geht, der wird sich für einen Carport entscheiden. In der Anschaffung ist dieser wesentlich günstiger, als die klassische Garage. Insbesondere die Fertigbausätze, die es im Handel gibt, überzeugen mit geringen Kosten.

Allerdings haben sich hier genauso die Garagenanbieter einiges einfallen lassen. Moderne Fertiggaragen sind ebenso schnell aufgebaut, bieten mehr Komfort und können auch von der preislichen Seite her schon überzeugen.

 

Carport oder Garage – was macht mehr Sinn?

Nun stellt sich natürlich die Frage, ob Carport oder Garage für den Einzelfall sinnvoller sind. Beide Unterstellplätze bieten Vor-, aber auch Nachteile, die es im Vorfeld abzuwägen gilt. So überzeugen Carports mit

 

  • geringen Kosten,
  • schnellem, einfachen Aufbau,
  • je nach Standort einfacheren Anträgen für den Bau,
  • einer guten Belüftung, so dass das Fahrzeug schneller abtrocknet und nicht so leicht rostet,
  • großer Auswahl hinsichtlich Stil und Form.

 

Andererseits schützen sie den Wagen natürlich nicht so gut vor den Witterungsbedingungen, da Eis und Schnee den Wagen auch unterm Carport angreifen können. Wer sich dagegen für eine Garage entscheidet, darf sich über folgende Vorteile freuen:

 

  • größere Abmessungen und damit zusätzlicher Stauraum für Gartengeräte, Fahrräder und Werkzeuge,
  • kompletter Wetterschutz (nie mehr Eiskratzen oder den Wagen von Schnee freischaufeln),
  • Schutz vor Kälte, die die Batterie angreifen kann,
  • Schutz vor Mardern (sofern die Garage ausreichend gesichert ist).

 

Allerdings ist bei Garagen mit höheren Kosten zu rechnen. Ein Bauantrag ist in jedem Fall zu stellen, da es sich bei der Erstellung der Garage um baurechtlich zu berücksichtigende Veränderungen handelt. Bei einer nicht ausreichend belüfteten Garage sammelt sich das vom Auto abtropfende Wasser, so dass Feuchtigkeitsschäden am Wagen, wie auch an der Garage entstehen können.

 

Fertig- oder Massivgarage?

Wer sich schlussendlich für die Garage entschieden hat, der muss noch die Wahl zwischen der Fertig- und der Massivgarage treffen. Beide Varianten sind denkbar und aufgrund der vielfältigen Formen und Designs passen sie sich auch dem eigenen Haus optimal an. Die Massivgarage benötigt mehr Zeit zum Bau, gilt dafür aber, ähnlich wie das Massivhaus, als wertbeständiger. Die Fertiggarage überzeugt hingegen mit kurzen Bauzeiten, geringen Kosten und einem einfacheren Bauantrag. Da die Anbieter sich oft um die Anträge kümmern, können sie bei vordefinierten Fertiggaragen auf bereits vorhandene Unterlagen zurückgreifen. Bei der individuell geplanten Massivgarage müssen diese Unterlagen neu erstellt werden.

Es gibt also viele Dinge zu bedenken, soll das Massivhaus um einen Unterstand für das Fahrzeug erweitert werden. Wer den Hausbau selbst gerade plant, kann genauso die Garage gleich mit einplanen, dann lässt sie sich optimal auch mit dem Haus verbinden.

 

Video von Kabel1 zum Thema Carports

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?
  • 4,8
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
(0 Bewertungen, Ø 0)
0 von 5 Sternen
5 Sterne
0
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0