Grunderwerbsteuer Rheinland-Pfalz 2017

Auch in Rheinland-Pfalz gilt natürlich die Grunderwerbsteuer, die bei jedem Verkauf einer im Inland befindlichen Immobilie anfällt. Natürlich galt hier einst die Grunderwerbsteuer von 3,5 Prozent, die bundesweit einheitlich im Jahr 1998 eingeführt wurde. Doch seit Berlin 2007 den Anfang machte und die Grunderwerbsteuer erhöhte, sind fast alle anderen Länder, ausgenommen Bayern und Sachsen nachgezogen und haben ihre Grunderwerbsteuer ebenfalls angepasst. Das gilt ebenso für Rheinland-Pfalz, wenngleich die erste und bisher einzige Erhöhung erst recht spät, nämlich mit Wirkung zum 01.01.2012 stattfand. Seither beträgt die Grunderwerbsteuer in Rheinland-Pfalz 5 %, wobei sie der Steuer in den meisten anderen Ländern entspricht.



Grunderwerbsteuer Rheinland-Pfalz – Wie wird die Steuer berechnet?

Die Grunderwerbsteuer errechnet sich prozentual vom Kaufpreis. Je höher dieser ausfällt, desto höher also auch die Grunderwerbsteuer. Wer ein Häuschen mit Grundstück für 329.000 Euro kauft, der muss darauf 5%  Grunderwerbsteuer, also 16.450 Euro entrichten. Bei unbebauten Grundstücken, die meist zu geringeren Kaufpreisen über den Tisch gehen, kann die Grunderwerbsteuer günstiger ausfallen. Allerdings nur, wenn das Grundstück nicht vom Bauträger erworben wird, der darauf später das Massivhaus bauen soll.

 

Um das zu verdeutlichen, im Folgenden eine Beispielrechnung:

Grundstück in Mayen mit 500 m² Fläche

Preis / m² Grundstücksfläche =116,00 €
Gesamtkosten Grundstück =58.000,00 €
Kosten Massivhaus =162.900,00 €

Grunderwerbsteuer

Kauf von privat58.000,00 € * 5,0 % =2.900,00 €
Kauf vom Bauträger220.900,00 € * 5,0 % =11.045,00 €
Differenz11.045,00 € - 2.900,00 € =8.145,00 €

Die Unterschiede in der Grunderwerbsteuer, je nachdem, von wem man das Haus kauft, zeigen sich also sehr deutlich. Deshalb sollte stets darauf geachtet werden, dass bauträgerfreie Grundstücke zur Wahl stehen. Massivhaus Baufirmen welche in Rheinland-Pfalz bauen finden Sie hier.

 

Wer muss die Grunderwerbsteuer zahlen?

Die Grunderwerbsteuer ist grundsätzlich vom Käufer einer Immobilie zu zahlen. Eine Zahlung ist allerdings nur auf in Deutschland befindliche Immobilien notwendig. Ausnahmen sieht der Gesetzgeber ebenfalls vor, und zwar meist dann, wenn gewisse verwandtschaftliche Beziehungen bestehen.

Dazu zählen:

  1. Verwandte ersten Grades
  2. Ehepartner
  3. Lebenspartner

 

Als Verwandte ersten Grades werden direkte Abkömmlinge, also Kinder, bzw. Vorfahren, also Eltern und Großeltern, bezeichnet. Wer von diesen eine Immobilie erwirbt, muss keine Grunderwerbsteuer zahlen. Gleiches gilt, wenn die Immobilie vom eigenen Ehepartner oder dem Lebenspartner aus einer eingetragenen Lebenspartnerschaft erworben wird. In diesem Fall kann die Grunderwerbsteuer auch dann entfallen, wenn der Grundstückskauf erst nach der Scheidung bzw. Auflösung der Lebenspartnerschaft erfolgt, aber im Zusammenhang mit der Vermögensauseinandersetzung.

Eine weitere Möglichkeit, um die Grunderwerbsteuer nicht zahlen zu müssen, bietet die Freigrenze von derzeit 2.500 Euro. Sofern das Grundstück unterhalb dieses Werts verkauft wird, fällt keine Steuer an. Wird die Grenze nur um einen Euro überschritten, ist hingegen der gesamte Betrag zu versteuern.

Infografik_Grunderwerbsteuer_Rheinland-Pfalz_FINAL

Fälligkeit der Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer wird mittels Steuerbescheid festgelegt. Dieser ergeht nach Abschluss eines rechtskräftigen Kaufvertrags vor dem Notar. Der Kaufpreis muss für den Steuerbescheid noch nicht geflossen sein. Nach Zugang des Bescheids bleibt in der Regel ein Monat Zeit, die Steuerschuld zu begleichen, wobei diese Frist nach Ermessen des zuständigen Finanzamts verlängert werden kann. Eine Stundung ist aber nicht möglich, da es sich um eine Verkehrssteuer handelt.

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?
  • 4,8
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
(1 Bewertungen5)
5 von 5 Sternen
5 Sterne
1
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0