Doppelhaus bauen – Vorteile, Nachteile

Doppelhaus: Zwei Häuser, die wie eines aussehen

Freistehendes Haus, Stadtvilla, Pultdachhaus, Schwedenhaus – in die lange Liste der differenten Arten, ein Haus zu bauen, reiht sich auch das Doppelhaus ein. Es ist gerade für Familien mit geringem Baubudget eine gute Möglichkeit, doch noch zum heiß ersehnten Eigenheim zu gelangen. Der Grund dafür liegt darin, dass Doppelhäuser zwar stark frequentiert, dabei jedoch nicht übermäßig beliebt sind. Dennoch sollte man das Doppelhaus immer als potenzielle Hausoption betrachten und sich entsprechend mit seinen Charakteristiken auseinander setzen.

Hier gehts zu unseren Doppelhäusern

Die Merkmale des Doppelhauses

Wodurch wird ein Haus zum Doppelhaus? Und wo liegen denn die Abgrenzungspunkte zum Zweifamilienhaus? Diese Fragen sind berechtigt, weshalb die Antworten darauf vergegenwärtigt sein sollten, ehe man sich für oder wider ein Doppelhaus entscheidet.

Zusammengefasst wird ein Doppelhaus folgendermaßen charakterisiert:

  • Es besteht aus zwei Einfamilienhäusern, die zwei getrennte Wohneinheiten bieten, aber aneinander gebaut sind.
  • Dieser Anknüpfungspunkt liegt in der Regel an den Seitenwänden, kann allerdings auch die Rückfront betreffen – dann ist von einem back-to-back Haus die Rede.
  • Dank einer vorhandenen Trennfuge könnte jede Hälfte des Doppelhauses eigenständig existieren.
  • Jeder Part des Doppelhauses verfügt über einen separaten Eingang.

 

Folglich unterscheidet sich ein Doppelhaus von einem Zweifamilienhaus durch

  • die separaten Eingänge,
  • das Wohnen neben- beziehungsweise hintereinander anstatt übereinander, wie es beim Zweifamilienhaus ebenfalls möglich ist sowie
  • die alleinige Existenzmöglichkeit der einzelnen Häuser.

Außerdem muss ein Doppelhaus vom einseitig angebauten Haus abgegrenzt werden. Bei diesem sind die oben genannten Charakteristiken zwar ebenfalls gegeben, allerdings weisen einseitig angebaute Häuser differente Gesamtansichten auf, während Doppelhäuser in der Regel achsensymmetrisch konzipiert sind und häufig eine durchgehende Dachfläche vorhalten.

Insofern ein Haus nicht nur einseitig sondern gleich zu beiden Seiten ein Doppelhaus zu sein scheint, ist von einem Baukomplex die Rede.

Die Vorteile des Doppelhauses

Doppelhaus – eine solche Hausart kann seinem Besitzer viele Vorteile bieten:

  • Mehrgenerationenwohnen ist problemlos möglich – nicht in der Höhe, aber in der Breite.
  • Dennoch sind zwei getrennte Häuser vorhanden.
  • Es ist eine kostengünstige Hausvariante.
  • Elementare Bauteile wie Dächer und damit auch etwaige Instandhaltungskosten werden in der Regel geteilt.
  • Doppelhäuser sind auf getrennten wie auch einem gemeinsamen Grundstück möglich. Letzteres senkt wiederum die Kosten.
  • Wärmedämmmaßnahmen sind zumindest zur angebauten Seite minimierbar.

 

Die Nachteile des Doppelhauses

Obwohl das Doppelhaus überzeugende Vorteile mit sich bringt, ist es nicht die Hausart Nummer Eins auf der Beliebtheitsskala der Bauherren. Die Gründe für diese Tatsache liegen in folgenden Nachteilen des Doppelhauses:

  • Doppelhäuser induzieren eine direkte Nachbarschaft mit der entsprechenden Geräuschkulisse.
  • Häufig werden gemeinsame Kanalversorgungen genutzt.
  • Diese sowie durchgehende Dachflächen und achsensymmetrische Fronten erfordern eine Abstimmung bei allen relevanten Bau- und Instandsetzungsmaßnahmen.
  • Ein etwaiger Verkauf gestaltet sich schwierig, vor allem wenn ein gemeinsames Grundstück genutzt wird.
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