Massivhaus Planung – Welche Fußböden gibt es?

Wer sich für das Massivhaus entscheidet, muss auch viele Detailentscheidungen treffen. Dazu zählt unter anderem die Wahl des richtigen Fußbodens und hier ergibt sich eine enorme Auswahl im Handel.

So lassen sich

  • Parkett,
  • Laminat,
  • Holzpflaster,
  • Fliesen,
  • Feinsteinzeug,
  • Teppichboden oder
  • PVC-Belag entdecken,

um nur einige zu nennen. Welcher Fußboden der richtige ist, lässt sich pauschal nicht sagen. Hierbei kommt es auf den eigenen Geschmack, den Geldbeutel und vieles mehr an. Eine kurze Vorstellung der einzelnen Fußboden-Arten soll jedoch die Auswahl erleichtern. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass der Fußboden der individuellen Belastung, wie kratzenden Absätzen, spielenden Kindern, Nässe und Sonneneinstrahlung und vielem mehr, standhalten kann.

 

bild1
Massivholzparkett im Wohnzimmer

 

Parkett – hochwertig, langlebig und kostenintensiv

Parkett ist wohl der hochwertigste Fußbodenbelag, der im Massivhaus verwendet werden kann. Er bietet viele Vorteile, wie eine sehr schicke Optik, die eines der wichtigsten Kriterien für die Entscheidung bildet. Auch die zahllosen Kombinationsmöglichkeiten sind zu berücksichtigen, denn die Massivholzdielen werden aus verschiedenen Hölzern angeboten so dass der Parkettboden ebenso in einer sehr hellen und freundlichen Optik, wie auch dunkel und eher gediegen daher kommen kann.

Klare Vorteile beim Parkettboden sind zudem:

  • Hohe Lebensdauer,
  • starke Belastbarkeit,
  • Natürlichkeit,
  • Umweltfreundlichkeit und
  • Pflegeleichtigkeit.

 

Zusätzlich verbreitet ein Parkettboden Gemütlichkeit und Behaglichkeit in den eigenen vier Wänden. Parkett ist zudem die einzige Form der Fußbodenbeläge, die durch eine Renovierung auch nach vielen Jahren wieder in Form gebracht werden kann. Die Auswahl hinsichtlich des Holzes ist enorm – mehr als 50 verschiedene Hölzer werden zu Parkett verarbeitet. Dabei unterscheiden sich Härtegrade und Preise teils sehr deutlich. Wer mag, kann Parkett sogar im Badezimmer verlegen, wobei jedoch auf Hölzer zu achten ist, denen Feuchtigkeit nichts anhaben kann.

Geeignet sind beispielsweise

 

  • Doussie,
  • Teakholz und
  • Merbau,

da diese kaum quellen. Allerdings müssen Wassertropfen nach jeder Nutzung des Badezimmers sofort vom Boden entfernt werden. Der Pflegeaufwand wäre hier also zu hoch. In Wohn- oder Schlafzimmer sind Parkettböden hingegen ideal geeignet. Im Flur sollte es ebenfalls nur bedingt eingesetzt werden, da die Massivholzdielen hier schnell zerkratzen können. Wer sich für Parkett entscheidet, muss zudem mit hohen Kosten rechnen. Durchschnittliche Quadratmeterpreise zwischen 80 und 150 Euro für Echtholz sind hier keine Seltenheit. Beim Wischen ist zudem darauf zu achten, dass dies nur nebelfeucht erfolgt, sonst neigt Parkett zum Aufquellen.

 

Laminat als günstige Alternative nutzen?

Der zweite, sehr wichtige Fußbodenbelag, ist Laminat. Als günstige Alternative zum Parkett wird es immer wieder angepriesen. Der Holz-Look, der angestrebt wird, kann schließlich auch mit Laminat erzielt werden, wobei dieses wesentlich kostengünstiger ist. Laminat kann zudem einfach selbst verlegt werden, was bei Parkett in der Regel dem Profi überlassen werden sollte. Die durchschnittlichen Kosten pro Quadratmeter können bis zu 50 Euro reichen, je nachdem, für welches Laminat man sich entscheidet. Es handelt sich bei diesen Dielen um Kunststoffdielen, in die eine Folie eingearbeitet wird, auf die fotografiertes Holz gebracht wird.

bild2
Beispiele von Laminat im Wohnzimmer

 

Allerdings birgt genauso das Laminat einige Nachteile in sich, die man nicht außer Acht lassen sollte.

 

Im Allgemeinen sagt man ihm nach, dass es:

  • laut und
  • kühl ist,
  • zu Quellungen an den Fugen neigt, wenn es zu feucht gewischt wird,
  • leicht ausbricht, wenn etwas darauf fällt und
  • dass billige Laminat-Dielen sich schnell abnutzen und nicht renoviert werden können.

 

Korkfußboden – Schallfrei und attraktiv?

Ebenfalls kann Korkfußboden eingesetzt werden. Kork eignet sich zum Beispiel für das Kinderzimmer sehr gut. Es handelt sich um einen angenehm weichen Fußbodenbelag, auf dem der Nachwuchs auch gut barfuß laufen kann. Durch das weiche Material wird der Schall zudem sehr gut isoliert, so dass selbst trappelnde Kinderfüße kein Problem mehr darstellen. Im Gegensatz zu Fliesen und Laminat wirkt Kork zudem von unten isolierend auf den Boden, was diesen Belag nicht so kalt erscheinen lässt.

Kork zählt zudem zu den günstigeren Bodenbelägen. Pro Quadratmeter ist man mit etwa zehn bis 20 Euro Kosten dabei. Sehr edle Korkböden können natürlich auch wesentlich mehr (ca. 40 bis 50 Euro) kosten. Zudem besticht Kork durch seine Natürlichkeit, denn das Produkt entsteht bei der Verwertung der Rinde der Korkeiche als Abfallprodukt. Mit etwas handwerklichem Geschick lässt sich Kork übrigens auch selbst verlegen.

 

Feinsteinzeug als Bodenbelag nutzen?

Außerdem kommt Feinsteinzeug als Fußbodenbelag in Frage. Dieses Material besticht mit seiner edlen Optik, die zum Teil an Granit oder Marmor erinnern kann. Die glatte Oberfläche ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch sehr strapazierfähig und leicht zu reinigen. Feinsteinzeug überzeugt mit seiner hohen Abrieb- und Wasserfestigkeit. Es kann zudem auch im Freien verlegt werden und der Schrubber, der mit etwas mehr Feuchtigkeit daher kommt, schadet ihm ebenso wenig.

Das Feinsteinzeug entsteht aus Keramik, die hoch verdichtet und gepresst wird. Dieser Bodenbelag ist besonders gut für Eingangsbereiche und Flure geeignet, kann aber auch als Boden für die Terrasse oder den Balkon genutzt werden. Die Kosten belaufen sich auf 20 bis 80 Euro pro Quadratmeter.

Nachteilig ist beim Feinsteinzeug, dass es sich um einen sehr harten und kühlen Bodenbelag handelt. Deshalb ist er in den Wohnräumen eher weniger gern gesehen. Zudem lässt sich Feinsteinzeug schwierig verarbeiten, so dass der Hobby-Heimwerker bei der Verlegung schnell an seine Grenzen stoßen kann.

 

Sonstige Bodenbeläge

Darüber hinaus gibt es noch einige weitere Bodenbeläge. Zu diesen zählt zum Beispiel das Holzpflaster, das recht vielseitig ist. Aus rechteckigen oder runden Klötzen bestehend, die nebeneinander aufgestellt werden, ergibt sich ein Boden mit hoher Abriebfestigkeit und Belastbarkeit. Die elastischen Eigenschaften sind positiv zu beurteilen, so dass die Beine beim Laufen auf diesem Bodenbelag nicht so schnell ermüden. Geräusche werden gut gedämpft und Stoß- und Druckfestigkeit überzeugen ebenso.

Seegras als natürlicher, zu 100 Prozent nachwachsender Rohstoff eignet sich ebenfalls als Bodenbelag. Dieser ist sogar vollständig biologisch abbaubar und kommt dem Umweltgedanken zugute. Die gleichen Grundlagen gelten für Kokos und Sisal. Alle drei Bodenbeläge weisen eine poröse Oberfläche aus. Diese kann sich bei der Reinigung als nachteilig erweisen, denn Verschmutzungen müssen hier sofort mit einem Tuch entfernt werden, damit der Bodenbelag nicht schmuddelig wirkt.

 

Fazit: Diese Beläge eignen sich für diese Zimmer

Faktisch bedeutet dies, dass der Bodenbelag im Massivhaus nach den einzelnen Zimmern ausgewählt werden sollte:

BodenbelagZimmer
ParkettWohnräume (Wohnzimmer, Esszimmer, Schlafzimmer)
LaminatWohnräume (Wohnzimmer, Esszimmer, Schlafzimmer)
KorkfußbodenKinderzimmer (gute Schalldämmung, warmer Boden)
Feinsteinzeug / FliesenBad, Küche, Flurbereich (unempfindlich, belastbar)
Seegras / Sisal / KokosWohnbereich (geringe Verschmutzungsgefahr sollte beachtet werden)
HolzpflasterWohnräume

Quelle: Massivhaus.de – Fotos bereitgestellt von www.parkett-store24.de/

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?
  • 4,8
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
(0 Bewertungen0)
0 von 5 Sternen
5 Sterne
0
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0

Verlinken dazu: “Massivhaus Planung – Welche Fußböden gibt es?