Grunderwerbsteuer Bremen 2017

Baunebenkosten sind alle Kosten, die zusätzlich zu den reinen Kaufpreisen für ein Grundstück und ein Haus anfallen und sie teilen sich in viele verschiedene Bereiche auf. Ein wichtiger Bereich in diesem Zusammenhang ist die Grunderwerbsteuer, denn auch Vater Staat möchte natürlich möglichst an jedem Geschäft mit verdienen. Die Grunderwerbsteuer betrug seit 1998 bundesweit einheitlich 3,5 Prozent. Danach folgten ab dem Jahr 2007 erste Anpassungen der einzelnen Bundesländer und heute können diese weitestgehend frei entscheiden, welchen Satz der Grunderwerbsteuer sie festsetzen.

  • Seit 1998 – 3,5%
  • Seit 01.01.2011 – 4,5 %
  • Seit 01.01.2014 – 5,0 %



Grunderwerbsteuer Bremen

Grunderwerbsteuer Bremen – Wir wird die Steuer berechnet?

Die Grunderwerbsteuer berechnet sich nach dem Kaufpreis eines Objektes, wobei es Ausnahmen gibt, bei denen keine Grunderwerbsteuer anfällt. Dies ist etwa der Fall, wenn

  • Grundstücke vom eigenen Ehe- oder Lebenspartner gekauft werden,
  • Grundstücke wie oben erworben werden, allerdings im Rahmen der Vermögensauseinandersetzung bei Scheidungen bzw. Auflösungen der Lebenspartnerschaft,
  • Grundstücke von Verwandten in gerader Linie erworben werden oder
  • Grundstückswerte nicht mehr als 2.500 Euro betragen.

 

Gerade im letzteren Fall ist jedoch zwischen den Spitzfindigkeiten der deutschen Amtssprache zu unterscheiden.

Hierbei gelten:

  • Freigrenzen – das heißt, Immobilien bis 2.500 Euro sind nicht zu besteuern, Immobilien für 2.501 Euro Kaufpreis sind voll zu besteuern, und
  • Freibeträge – das heißt, dass ein Grundstück zum Preis von 5.000 Euro nur zu 2.500 Euro zu besteuern wäre.

 

In diesem Fall handelt es sich jedoch um eine reine Freigrenze, weshalb diese aufgrund des niedrigen Betrages in der Praxis kaum zum Tragen kommt.

 

Die Grunderwerbsteuer richtet sich grundsätzlich nach dem Kaufpreis und errechnet sich prozentual von diesem. Bei einem unbebauten Grundstück gilt der Kaufpreis ebenso, wie beim bebauten Grundstück als Grundlage. Besonderheiten ergeben sich, wenn ein unbebautes Grundstück vom Bauträger (zu den Baufirmen aus Bremen), der später das Massivhaus darauf bauen soll, erworben wird. Dann ist der Kaufpreis für das Haus mit zu berücksichtigen.

Folgendes Beispiel soll dies verdeutlichen, wobei wir ein klassisches Grundstück für ein Einfamilienhaus im Neubaugebiet Osterholz zugrunde legen:

Grundstückskosten / m²= 197,00 € / m²
Grundstücksfläche= 380 m²
Gesamtkosten Grundstück 380 m² * 197,00 € / m²= 74.860,00 €
Grunderwerbsteuer 74.860,00 € * 5,0 %= 3.743,00 €

Gleiches Beispiel, aber das Grundstück wird vom Bauträger gekauft:

 

Gesamtkosten Grundstück 380 m² * 197,00 € / m²= 74.860,00 €
Kosten Hausbau= 129.900,00 €
Gesamtpreis 74.860,00 € + 129.900,00 €= 204.760,00 €
Grunderwerbsteuer 204.760,00 € * 5,0 %= 10.238,00 €

Differenz der Beträge             10.238 € – 3.7643,00 €          =           6495,00 €

 

An diesem Beispiel zeigt sich schnell, dass die Grunderwerbsteuer sehr unterschiedlich ausfallen kann, je nachdem, bei wem man das Grundstück erwirbt.

 

Wann wird die Grunderwerbsteuer in Bremen fällig?

In Bremen handelt es sich bei der Grunderwerbsteuer, wie übrigens in ganz Deutschland, um eine Verkehrssteuer. Sie ist mit Abschluss eines rechtskräftigen Vertrags, der vor dem Notar abgeschlossen und unterzeichnet wurde, zu berechnen. Nach dem Zugang des Steuerbescheids hat man in aller Regel eine Frist von vier Wochen zur Begleichung. Eine Stundung ist generell nicht möglich.

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