Massivhaus mit Keller? – Wann macht es Sinn?

Ein Massivhaus zu bauen, ist eine sehr schwerwiegende Entscheidung. Schließlich soll das neue Massivhaus den Lebensmittelpunkt für die nächsten Jahrzehnte darstellen, idealerweise will man den gesamten Lebensraum darin verbringen. Umso wichtiger ist es, die Entscheidung geplant anzugehen. Und zu dieser Entscheidung gehört auch, wie das Massivhaus aufgebaut werden soll. Soll es mit einem Keller ausgestattet werden oder kann darauf verzichtet werden? Das ist eine der grundlegenden Fragen, die beim Massivhausbau immer wieder auftreten.

 

Vorteile eines unterkellerten Massivhauses

Entscheiden Sie sich für ein Massivhaus mit Unterkellerung, entstehen Ihnen dadurch vielfältige Vorteile. Sie können den Keller als zusätzlichen Stauraum nutzen, haben eine größere Nutzfläche im Haus, können Partykeller, Wellnesslandschaften oder sogar Gewerberäume darin unterbringen. Das alles spricht ganz klar für die Unterkellerung des Massivhauses. Doch es gibt auch einige Nachteile.

 

Nachteile des unterkellerten Massivhauses

Sie müssen ebenso die Nachteile berücksichtigen, die mit der Unterkellerung einhergehen. Zunächst einmal sind hier die Kosten zu nennen, denn die Unterkellerung schlägt mit deutlichen Mehrkosten zu Buche. Auch müssen Sie den örtlichen Bebauungsplan dahingehend überprüfen, ob eine Unterkellerung im speziellen Einzelfall überhaupt möglich ist.

 

Was gibt es zu beachten, wenn die Entscheidung getroffen wird?

© GhostofArt – Fotolia.com

Vor der Entscheidung sollten Sie einige Punkte beachten: Sie müssen für einen Keller in jedem Fall einen Erdaushub vornehmen. Damit dieser Ihr finanzielles Budget nicht sprengt, sollten Sie zunächst ein Bodengutachten erstellen lassen. Anhand dessen lässt sich bereits feststellen, mit welchen Kosten etwa für die Baugrube zu rechnen ist.

Wichtig ist zudem die Berücksichtigung des Grundwasserstandes. Steht dieses zu hoch, ist ein Keller gar nicht möglich. Alternativ dazu kann der Keller unter Umständen gebaut werden, er muss aber mittels Wanne zusätzlich abgedichtet werden, wodurch die Kosten weiter ansteigen.

Auch rechtlich müssen Sie einiges beachten. Viele Selbstständige entscheiden sich beim Hausbau, in den Kellerräumen ihre Büros unterzubringen. Ob die gewerbliche Nutzung der Kellerräume möglich ist, darüber gibt der Bebauungsplan Auskunft. Ist die gewerbliche Nutzung möglich, müssen die Kellerdecken mindestens 2,50 Meter hoch ausgeführt werden.

Zudem ist zu berücksichtigen, dass insbesondere die Kellerwände und –decken gedämmt sein müssen. Außerdem müssen auch Kellerräume in gewissem Maße beheizt werden, um Schäden an der Bausubstanz vorzubeugen. Dadurch steigen die Energiekosten des gesamten Hauses, so dass diese bereits beim Bau mit einkalkuliert werden müssen.

 

Alternativen zum Keller

Wem das alles jetzt zu viel Aufwand ist, der kann auch auf die Unterkellerung verzichten. Zusätzlichen Stauraum bieten ebenso Hauswirtschaftsräume, die ebenerdig ausgeführt werden. Das hat zudem den Vorteil des barrierefreien Wohnens, was im Alter sicher ein geschätzter Vorteil ist. Gewerberäume können ebenfalls ebenerdig ausgeführt werden, was zudem mehr Licht in die Räumlichkeiten lässt.

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