Fußbodenheizung Kosten Preise

Fußbodenheizung Kosten Preise – in der Anschaffung und im Betrieb?

Die Fußbodenheizung verspricht viele Vorteile, kostet in der Regel jedoch etwas mehr als klassische Heizsysteme. Abhängig ist dies unter anderem davon, welche Variante zum Betrieb der Fußbodenheizung gewählt wird. Weitere Kostenfaktoren sind

 

  • Fläche, die mit einer Fußbodenheizung ausgestattet werden soll
  • Materialien für die Dämmung
  • Materialien für die Ebnung des Bodens
  • Kosten weiterer Arbeitsmittel
  • Einbau der Fußbodenheizung im Alt- oder Neubau
  • Wahl der Bodenbeläge für die Fußbodenheizung

 

Warum ausgerechnet die Art des Bodenbelags Einfluss auf die Kosten einer Fußbodenheizung nehmen soll, ist vielen nicht ganz klar. Fakt ist aber, dass unterschiedliche Bodenbeläge auch unterschiedliche Wärmedurchlasswiderstände mit sich bringen. Je höher diese ausfallen, desto leistungsstärker muss die Fußbodenheizung geplant werden, was natürlich mit höheren Kosten einhergeht.

Andernfalls kann die Heizung die gewünschte Leistung nicht erreichen. Die Art der Fußbodenheizung ist ebenfalls entscheidend. Die elektrische Fußbodenheizung ist etwas preiswerter, eignet sich aufgrund der großen Hitzeentwicklung an der Oberfläche jedoch nicht für alle Bodenbeläge.

 

Diese Kosten fallen im Schnitt für die Fußbodenheizung an

Im Durchschnitt geht man davon aus, dass die Kosten für die Fußbodenheizung sich zwischen 38 und 45 Euro bewegen, abhängig von deren Art. So geht man bei der elektrischen Fußbodenheizung von rund 38 Euro pro Quadratmeter Fläche aus. Dabei sind der Estrich, mit dem die Zwischenräume ausgefüllt werden sowie die Dämmung bereits mit eingerechnet. Damit ist die elektrische Fußbodenheizung nicht nur günstiger als die warmwassergeführte Variante, sondern auch als herkömmliche Heizungsformen.

Bei der Fußbodenheizung mit Warmwasser sollten pro Quadratmeter Kosten von etwa 45 Euro eingerechnet werden. Die Kosten lassen sich reduzieren, wenn die Fußbodenheizung nicht ganz so leistungsfähig ausfallen muss, weil ein sehr gut wärmeleitender Bodenbelag gewählt wird, wie etwa Betonwerkstein oder keramische Fliesen. Zusätzliche Einsparmöglichkeiten ergeben sich durch die Verlegung der Fußbodenheizung auf eigene Faust. Diese spart etwa zehn Euro pro Quadratmeter.

 

Beispiel

Es soll eine Fußbodenheizung in einem Wohnraum mit 40 Quadratmeter Fläche verlegt werden.

 

Fall a) elektrische Fußbodenheizung vom Fachmann eingebaut

Fall b) elektrische Fußbodenheizung vom Bauherrn eingebaut

Fall c) warmwassergeführte Fußbodenheizung vom Fachmann eingebaut

Fall d) warmwassergeführte Fußbodenheizung vom Bauherrn eingebaut

 

Fall a)                   38 Euro * 40 m²                                =             1.520 Euro

Fall b)                   28 Euro * 40 m²                                =             1.120 Euro

Fall c)                    45 Euro * 40 m²                                =             1.800 Euro

Fall d)                   35 Euro * 40 m²                                =             1.400 Euro

 

Zu beachten ist allerdings, dass die Preise sich lediglich auf einen Wohnraum, nicht auf das gesamte Haus beziehen. Die dafür anfallenden Preise sind entsprechend hochzurechnen.

 

Wie sich die Anschaffungskosten für die Fußbodenheizung zusammensetzen

Die Anschaffungskosten für die Fußbodenheizung setzen sich aus verschiedenen Einzelbestandteilen zusammen:

 

  1. Vorarbeiten am Untergrung

Hierzu zählen alle Kosten, die durch eventuell notwendige Vorarbeiten am Bodenuntergrund anfallen. Diese können höher oder niedriger ausfallen, je nachdem, wie sich der Boden gestaltet, ob es sich um einen Alt- oder Neubau handelt. Typische Vorarbeiten, die den Preis der Fußbodenheizung nach oben treiben können, sind:

 

  • Entfernung der alten Bodenbeläge (im Altbau)
  • Abschleifen alter Lack-, Wachs- oder Klebeschichten (im Altbau)
  • Glätten, Ebnen und Ausgleichen des Bodens
  • Versiegeln, Beschichten und Wasserdichtigkeit des Bodens herstellen
  • Aufbau von Trittschall und Wärmedämmung für die Fußbodenheizung
  • Aufbau einer ebenen Fläche mittels Ausgleichsmasse

 

  1. Kosten für die Handwerker

Ebenfalls fallen Kosten für die Handwerker an, die die Fußbodenheizung verlegen und den Boden evtl. auch vorbereiten. Die gängigen Stundensätze liegen dabei zwischen 50 und 80 Euro. Da die meisten Unternehmen unterschiedliche Arbeitszeiten ansetzen, die multipliziert mit den verschiedenen Stundensätzen unterschiedliche Gesamtkosten ergeben, lohnt es sich, mehrere Kostenvoranschläge für die Handwerkerleistungen einzuholen.

 

  1. Kosten für die Einzelteile der Fußbodenheizung

Eine Fußbodenheizung setzt sich zudem aus mehreren Einzelbestandteilen zusammen. Zu diesen zählen unter anderem

  • Heizmatten
  • Heizleitungen
  • Heizfolien
  • Heizbänder
  • Elektrische Leitungen
  • Isolationsmaterial für elektrische Leitungen
  • Kabelkits
  • Temperatursensoren für den Boden und den Raum
  • Fühlerhülsen
  • Führungsrohre
  • Trafos
  • Regler
  • Thermostate
  • Schaltkästen usw.

 

Die Kosten für die Einzelteile variieren je nach Hersteller des Systems, nach Bauart und Leistung der Heizung sowie der Fläche, die mit einer Fußbodenheizung ausgelegt werden soll, sehr stark. Auch hier lohnt ein möglichst umfassender Angebotsvergleich. Allerdings gibt es auch Händler, die mittlerweile Komplett-Sets zum Komplett-Preis anbieten. Oft sind diese Sets günstiger als der Kauf der Einzelteile, jedoch muss dies im Einzelfall exakt durchgerechnet werden.

 

  1. Kosten für den Bodenbelag

Im weitesten Sinne sind auch die Kosten des Bodenbelags den Kosten der Fußbodenheizung zuzuordnen. (Welcher Bodenbelag ist geeignet?) Neben den Materialkosten für das Verlegen, etwa für Fugenkleber, Sockelprofile, Mörtel oder Fugenspachtel, ist der eigentliche Bodenbelag einzurechnen. In etwa sollte man pro Quadratmeter mit folgenden Kosten rechnen:

 

  • Parkett – 15 bis 40 Euro
  • Laminat – 5 bis 25 Euro
  • Teppich – 5 bis 20 Euro
  • Fliesen – 4 bis 25 Euro
  • PVC – 5 bis 20 Euro

 

Wie lässt sich bei der Fußbodenheizung sparen?

Auch bei der Fußbodenheizung ergibt sich natürlich an einigen Stellen Einsparpotenzial. Es gibt jedoch auch Aspekte, bei denen sparsame Hausbesitzer nicht auf jeden Cent achten sollten. Generell sollte auf Fußbodenheizungen renommierter Hersteller geachtet werden. Aufgrund der oft jahrelangen Erfahrung und der stetigen Weiterentwicklung der Systeme kann man hier nicht nur von einer guten Qualität, einer langen Lebensdauer und Garantiezeit, sondern auch von einem besonders energieeffizienten Betrieb profitieren. Langfristig amortisieren sich die Kosten durch mögliche Einsparungen beim Energieverbrauch also sicher.

 

 

Bei der Dämmung für die Fußbodenheizung lassen sich ebenfalls Kosten einsparen. Hochwertiges Dämmmaterial wird zum Teil schon sehr günstig angeboten, so dass trotz eingesparter Kosten nicht zwingend auf die hochwertige Dämmung verzichtet werden muss.

Sinnvoll ist es dagegen auf den etwas teureren Estrich zu setzen. Dieser wird in flüssiger Form über die Heizrohre und -leitungen gegossen und umschließt diese. Dadurch werden Lufteinschlüsse verhindert, die die Wärmeabgabe reduzieren würden. In der Anschaffung ist diese Variante zwar etwas teurer, spart aber ebenfalls langfristig Energie.

Bei den Bodenbelägen kann ebenfalls eingespart werden, allerdings sollte man auch den Wärmedurchlasswiderstand nicht aus den Augen verlieren. Hier gilt, lieber etwas mehr Geld investieren, langfristig aber Energie einsparen.

Einsparungen sind ebenfalls möglich, indem sich Bauherren der angebotenen Förderungen und Zuschüsse von öffentlicher Hand bedienen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) kann beim Ausbau neuer Heizungsmethoden, etwa mit Solarthermie, einen Zuschuss gewähren. Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bietet zinsgünstige Darlehen für Heizungsmodernisierungen verschiedenster Art.

 

Die laufenden Kosten für die Fußbodenheizung

Neben den Anschaffungskosten sind natürlich auch die laufenden Kosten ein wichtiger Punkt bei der Fußbodenheizung. Man geht davon aus, dass eine Fußbodenheizung, die an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden läuft, 600 Kilowattstunden Energie verbrauchen würde. Allerdings läuft kaum eine Heizung Tag und Nacht und schon gar nicht das ganze Jahr über, sprich auch in den Sommermonaten. Der Stromverbrauch wird deshalb im Durchschnitt mit 300 Kilowattstunden pro Quadratmeter angegeben.

Das ist ein deutlich geringerer Wert als bei herkömmlichen Heizungsanlagen. Diese verteilen die Wärme nämlich nur punktuell dort, wo der Heizkörper angebracht ist und nicht großflächig über den gesamten Raum, weshalb mehr geheizt werden muss, um überall eine angenehme Raumtemperatur zu erhalten.

Nötig und sinnvoll ist bei der Fußbodenheizung allerdings eine mindestens einmal jährlich stattfindende Wartung. Diese deckt eventuelle Defizite der Heizungsanlage frühzeitig auf und kann dabei helfen, sie kostengünstig zu beseitigen, um die Funktionstüchtigkeit langfristig auf einem maximalen Maß zu halten. Wird auf die jährliche Wartung verzichtet, können hohe Kostenüberraschungen drohen, wenn ein Defekt auftritt. Dabei muss für die Wartung nur wenig Zeit und auch ein geringer Kostenaufwand kalkuliert werden. Ganz nebenbei lassen sich durch den geringeren Energieverbrauch die laufenden Kosten deutlich absenken und ein angenehmes Raumklima, verteilt über den gesamten Raum, erzielen.

Beispiel:

Im Badezimmer mit einer Gesamtfläche von zehn Quadratmetern soll eine elektrische Fußbodenheizung verlegt werden. Der Heizwärmebedarf des Badezimmers liegt bei 0,8 kW/m². Der gesamte Heizwärmebedarf liegt bei 800 Watt und die elektrische Fußbodenheizung wird auf fünf Quadratmetern Fläche verlegt. In diesem Fall ergibt sich eine Leistung der elektrischen Fußbodenhiezung von 160 Watt/m².

 

Wir gehen nun von einer durchschnittlichen Heizdauer von 2.000 Stunden im Jahr aus. In diesem Fall käme folgende Formel zum Einsatz:

Leistung der Fußbodenheizung in kWh x angenommene Heizstunden = Stromverbrauch in kWh

0,8 kWh x 2.000 Stunden = 1.600 kWh Stromverbrauch

 

Bei den Stromkosten gehen wir von 0,28 Euro pro Kilowattstunde aus. Daraus ergeben sich folgende laufenden Stromkosten:

Gesamtstromverbrauch/Jahr in kWh x Preis in Euro/kWh = Stromkosten/Jahr

1.600 kWh * 0,28 Euro/kWh = 448,00 Euro

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