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Kriterien bei der Suche nach einer Baufinanzierung

von Marc Hammermeister

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Kriterien bei der Suche nach einer Baufinanzierung

von Marc Hammermeister

Für viele Menschen ist es ein großer Lebenstraum, einmal eigene vier Wände zu besitzen und darin zu wohnen. Das ist in der Regel nur mit einer professionellen und verlässlichen Baufinanzierung möglich. Bei der Auswahl spielen vielfältige Kriterien wie die Art des Gebäudes, die Lage des Grundstücks und die verwendeten Materialien eine Rolle. Außerdem sollten Bauherren sich mit dem effektiven Jahreszins beschäftigen, die Baunebenkosten in den Blick nehmen und Förderprogrammen nutzen. Dieser Artikel stellt die wichtigsten Kriterien vor, die bei der Suche nach einer Baufinanzierung berücksichtigt werden sollten.

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Auf der Suche nach einer Baufinanzierung sind viele unterschiedliche Aspekte zu beachten.

Die Art des Gebäudes

Wer eine Baufinanzierung sucht, sollte klären, welche Art von Gebäude gebaut werden soll. Einige Menschen interessieren sich für ein Einfamilienhaus, andere möchten ein Mehrfamilienhaus bauen. In einigen Fällen ist ein Gebäude bereits vorhanden und es soll lediglich ein Anbau realisiert werden. Zudem macht es einen Unterschied, ob ein Gebäude familiengerecht, seniorengerecht oder auf Singles zugeschnitten sein soll.

Es gibt aber auch Menschen, die eine Baufinanzierung nicht für ein Wohngebäude suchen, sondern weil sie sich ihren Traum vom eigenen Unternehmen erfüllen wollen. Für einen solchen Fall ist es häufig nötig, Lagerhallen, Produktionsstätten und ähnliche Gebäude zu errichten. Im Unternehmensbereich bieten sich andere Baufinanzierungen an als bei privaten Bauprojekten. Hier genau zu vergleichen und auszuwählen, ist daher wichtig.

Die Lage des Grundstücks

Bei einer Baufinanzierung spielt nicht nur das eigentliche Bauprojekt eine Rolle, sondern auch das Grundstück, auf dem die jeweilige Immobilie errichtet werden soll. Abhängig davon, wo sich dieses befindet, kostet es mehr oder weniger. In Ballungszentren und speziell im Stadtzentrum sind sowohl die Grundstücke als auch die Immobilienpreise ausgesprochen hoch. An den Randbezirken oder im Speckgürtel muss hingegen deutlich weniger bezahlt werden.

Die Lage eines Grundstücks ist für die Auswahl einer Baufinanzierung extrem wichtig. Nur wenn alle anstehenden Kosten bekannt sind, kann genau abgeschätzt werden, wie hoch der individuelle Finanzierungsbedarf ist. Dieser kann dann so festgelegt werden, dass er zum persönlichen Budget und den eigenen finanziellen Möglichkeiten passt. Bevor es also mit dem eigentlichen Bau losgeht, muss man gezielt Grundstücke auswählen, die für die persönlichen Vorhaben und die eigenen Finanzmittel geeignet sind.

Die verwendeten Materialien

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Die verwendeten Materialien spielen eine Rolle bei der Auswahl einer Baufinanzierung.

Großen Einfluss auf die Kosten einer Baufinanzierung haben die verwendeten Materialien. Wer beispielsweise ein einfaches Holzhaus errichten möchte, muss mit einem anderen Budget kalkulieren als jemand, der ein voll ausgestattetes, digitales Smart Home bauen will. Außerdem schwanken die Preise für Baumaterialien am Markt teilweise stark. Das hängt unter anderem davon ab, wie groß die Nachfrage ist und wie gut die Lieferketten funktionieren. Durch eine geschickte Wahl bei den Materialien lässt sich somit eine Menge Geld bei der Baufinanzierung sparen.

Des Weiteren sollten sich angehende Bauherren überlegen, ob sie einen Keller für ihr Haus benötigen. Dieser bietet zwar eine Menge Stauraum, macht den Bau des Gebäudes aber komplizierter. Wer auf einen Keller verzichten kann und stattdessen Dinge auf einem Dachboden unterbringt, kann bei der Baufinanzierung eine Menge Geld sparen.

Der effektive Jahreszins

Für angehende Bauherren ist es extrem wichtig, dass sie sich mit den effektiven Jahreszinsen der unterschiedlichen Banken und Kreditinstitute beschäftigen. Sie müssen unbedingt vermeiden, bei der Auswahl der Finanzierung lediglich auf den Schaufensterzins zu achten. Hierbei handelt es sich um den Zinssatz, der unter optimalen Bedingungen gezahlt werden muss. Da bei den wenigsten Bauherren optimale Bedingungen vorherrschen, liegt der effektive Jahreszins meist deutlich über dem Schaufensterzins.

Der effektive Jahreszins macht Angebote somit vergleichbar. Er beschreibt die tatsächlichen Kosten, die im Rahmen einer Baufinanzierung auf die Bauherren zukommen. Hierbei werden ganz unterschiedliche Aspekte wie die Laufzeit, die Bonität, die Kreditsumme und vieles mehr berücksichtigt. Durch eine Beschäftigung mit dem effektiven Jahreszins erkennen Interessierte somit deutlich, welche Angebote tatsächlich günstig sind und zu ihren persönlichen Wünschen und Zielsetzungen passen.

Baunebenkosten berücksichtigen

Im Rahmen eines Bauprojekts dürfen nicht nur die Kosten für den Bau der eigentlichen Immobilie herangezogen werden. Es gibt auch viele Baunebenkosten, die berücksichtigt werden müssen. Hierzu gehören beispielsweise die Kosten, die beim Kauf eines Grundstücks für einen Notar anfallen. Außerdem kann mit einem Immobilienmakler zusammengearbeitet werden, um die individuell besten Immobilien zu finden. Dessen Gebühren gehören zu den Nebenkosten und müssen bei der Planung der Baufinanzierung unbedingt berücksichtigt werden.

Wer eine Baufinanzierung in Anspruch nehmen möchte, sollte daher keinesfalls zu knapp kalkulieren. Es wäre ärgerlich, wenn das Bauprojekt irgendwann ins Stocken gerät, weil nicht mehr genügend Finanzmittel zur Verfügung stehen. Deswegen sollten angehende Bauherren immer einen finanziellen Puffer für unerwartete Ausgaben einplanen. Die Baunebenkosten sind hingegen gut planbar und können in das Baukonzept aufgenommen werden. So entsteht ein realistischer Überblick über die tatsächlichen Kosten, die mit einem bestimmten Bauprojekt einhergehen.

Förderprogramme in Anspruch nehmen

Es ist in vielen Fällen nicht zwingend erforderlich, ein Bauprojekt allein aus eigenen Finanzmitteln zu stemmen. Es gibt eine Vielzahl von Förderprogrammen, die angehende Bauherren in Anspruch nehmen können. Diese werden teilweise von den Kommunen und teilweise vom Bund bereitgestellt. Es lohnt sich, genau zu prüfen, welche Förderprogramme in der Region angeboten werden, in der man ein Bauprojekt realisieren möchte. So können Finanzmittel generiert werden, die dann nicht über eine Baufinanzierung organisiert werden müssen.

Durch solche Förderprogramme reduzieren sich die Kosten für eine Baufinanzierung häufig deutlich. Wer Finanzmittel im Rahmen von Förderungen zur Verfügung gestellt bekommt, muss weniger Geld bei einer Bank oder einem Kreditinstitut aufnehmen. Die Folge ist, dass sich die Zinsen für den Kredit deutlich reduzieren und dass der Kredit schneller zurückgezahlt werden kann. Entsprechend fallen weniger Kosten bei der Realisierung des Bauprojekts an.

Fazit

Angehende Bauherren müssen sich mit einer Vielzahl von Aspekten beschäftigen, bevor sie eine für ihre Zwecke geeignete Baufinanzierung erhalten. Unter anderem ist es wichtig, die Art des Gebäudes zu bestimmen und ein Grundstück in geeigneter Lage zu finden. Außerdem spielt die Art der verwendeten Materialien eine Rolle und man darf keinesfalls auf den Schaufensterzins hereinfallen. Wer zusätzlich noch die Baunebenkosten im Blick behält und Förderprogramme in Anspruch nimmt, kann ein Bauprojekt besonders günstig realisieren.

https://www.financescout24.de/baufinanzierung

https://www.massivhaus.de/ratgeber/so-sparen-sie-kosten-bei-der-kreditaufnahme.html

https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/baufinanzierung-31158

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