Kindgerechtes Haus – Vorteile, Nachteile

Kindgerechtes Haus – Baukonzepte für die Familie

Kinder sehen die Welt aus einer anderen Perspektive – eine Tatsache, die Eltern Tag für Tag schier in den Wahnsinn zu treiben vermag, allerdings von führenden Sozialwissenschaftlern der Pädagogik früher Kindheit als unumstritten gilt.

Doch was hat dies mit dem Hausbau zu tun? Sehr vieles, denn die Weltwahrnehmung von Kindern ist nicht nur aus entwicklungspsychologischer Sicht different zur Lebenswelt Erwachsener, sondern bereits aufgrund der physischen Diskrepanzen. Wer also für eine Familie bauen möchte, der sollte sich für ein kindgerechtes Haus entscheiden.

 

Zentralthemen im kindgerechten Haus

Egal, ob man bereits eine Familie hat oder aber auf lange Sicht deren Gründung in Betracht zieht, folgende Aspekte sollten berücksichtigt sein, wenn man sich dem Hausbau widmet:

  1. Platzangebot

Kinder brauchen Platz, spätestens dann, wenn sie größer werden. Ein Zimmer für jedes Kind, dazu selbstverständlich eines für die Eltern und dies ergänzt um ausreichend große Gemeinschaftsräume wie Wohn- und Esszimmer sowie Küche, sollten zur Baupflicht werden. Auch Bäder sollten mindestens zwei vorhanden sein, wenn man eine Familie gründen möchte, damit es nicht zum unangenehmen Badezimmerstau kommt.

  1. Grundriss- und Raumflexibilität

Je kleiner die Kinder sind, desto näher wollen sie bei den Eltern schlafen. Je größer sie werden, desto größer wollen sie Abstand zum Elternschlafzimmer halten. Deshalb müssen Grundriss und Raumaufteilung im kindgerechten Haus durch absolute Flexibilität gekennzeichnet sein. Bestenfalls kann jeder Raum prinzipiell jede Funktion übernehmen.

  1. Sicherheit

Kinder brauchen eine sichere Umgebung, um schadlos aufwachsen zu können. Und dies bedeutet beim Hausbau, dass Sicherheitsaspekte zwingende Berücksichtigung finden müssen. Abgeschirmte Elektronik, geschützte Heizkörper und keine beziehungsweise gut gesicherte Treppen sind in einem kindgerechten Haus obligatorisch.

  1. Raumausstattung

Sämtliche Räume in einem kindgerechten Haus sollten darauf ausgerichtet sein, dass die Kinder sich überall, auch fernab ihres Kinderzimmers, aufhalten können. Außerdem sollte man gerade bezüglich der elektrischen Verlegung darauf achten, dass Kinder im fortgeschrittenen Alter die multimediale Welt erschließen. Entsprechende Fernsehanschlüsse oder Internetanbindungen müssen deshalb in allen potenziellen Kinder- und Jugendzimmern vorhanden sein.

Zusätzlich sollte eine Innenraumverkleidung gewählt werden, die von Mädchenrosa über knalliges Orange bis hin zu jugendlichem Beige auch farblich wandelbar ist.

  1. Standort und Grundstück

Ein kindgerechtes Haus verdient sich seinen Namen nicht ausschließlich aufgrund der zuvor genannten Aspekte, die das Haus selbst, seinen Grundriss und seine Raumausstattung betreffen, sondern auch wegen seiner Lage und seines Grundstücks. Und hier empfiehlt sich ein Standort, der sich durch eine kinderfreundliche Umgebung auszeichnet. Viele Kinder in der Nachbarschaft, verkehrsberuhigte Straßen, eine gut ausgestattete familiäre Infrastruktur mit Kinderbetreuungsstätten, Schulen, Parks und Spielplätzen stellen die idealen Rahmenbedingungen für das kindgerechte Haus dar. Abgerundet wird dies durch ein großzügiges Grundstück, welches den Eltern Raum für Entspannung und den Kindern Platz zum Spielen und Toben bietet und gleichzeitig auch den Gemeinschaftsgedanken nicht vernachlässigt.

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?
  • 4,8
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
(0 Bewertungen0)
0 von 5 Sternen
5 Sterne
0
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0