Grunderwerbsteuer Bayern 2017

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer Bayern?

Wer sich für ein Massivhaus in Bayern entscheidet (Hier finden Sie passenden Baufirmen für Bayern), der muss derzeit mit einer Grunderwerbsteuer von 3,5 Prozent rechnen. Dabei ist Bayern eines der wenigen Bundesländer, in denen die Grunderwerbsteuer bis heute nicht erhöht wurde.

Achtung: Grundstückskaufpreise sind als Bemessungsgrundlage heranzuziehen. Wird das Grundstück vom späteren Bauträger erworben, dann ist zusätzlich der Kaufpreis des Hauses mit zu berücksichtigen, um die Grunderwerbsteuer zu berechnen.




Beispielrechnung:

 Grundstück wird frei gekauftGrundstück wird vom Bauträger gekauft
Kaufpreis Grundstück40.000 €40.000 €
Kaufpreis Haus160.000 €160.000 €
Grunderwerbssteuer 3,5 %1.400 €7.000 €

Es wird also schnell ersichtlich, dass es lohnenswert ist, das Grundstück nicht vom Bauträger zu erwerben, da sich so hohe Einsparungen bei der Grunderwerbsteuer erzielen lassen.

 

Entwicklung der Grunderwerbsteuer in Bayern

Die Infografik zeigt die Steuereinnahmen der letzten 10 Jahre durch die Grunderwerbsteuer. In Bayern wurde diese Steuer noch nicht erhöht.

Fälligkeit der Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer wird von den Ländern festgelegt. Der Steuerbescheid wird erst mit Entstehen eines rechtswirksamen Erwerbsvorgangs erstellt. Dieser liegt etwa vor, wenn beide Vertragsparteien (Käufer und Verkäufer) sich auf einen Kaufpreis geeinigt haben und der Vertrag rechtskräftig (vor dem Notar) geschlossen wurde. Grundsätzlich gilt also: Schon das Vorliegen des Vertrages über den Grundstückserwerb dient als Rechtsgrundlage für die Grunderwerbssteuer, sofern der Vertrag als notarieller Vertrag vorliegt. Dabei wird die Grunderwerbsteuer auch dann fällig, wenn der Kaufpreis noch gar nicht bezahlt worden ist.

Ab Zugang des Steuerbescheids bleibt ein Monat Zeit, um die Grunderwerbsteuer zu zahlen. Eine Stundung ist grundsätzlich nicht möglich, da die Grunderwerbsteuer eine Verkehrssteuer darstellt. Allerdings können die Finanzbehörden nach eigenem Ermessen eine längere Zahlungsfrist gewähren. Diese Möglichkeit wird von den Finanzbehörden jedoch in der Praxis so gut wie nie genutzt.

Unter welchen Voraussetzungen die Grunderwerbsteuer anfällt

Die Grunderwerbsteuer darf nur dann berechnet werden, wenn drei grundlegende Voraussetzungen erfüllt werden:

1. Es muss sich um ein Grundstück im Inland handeln (ist in Bayern gegeben).
2. Es muss sich um einen Erwerbsvorgang (Kauf) handeln.
3. Es muss durch den Erwerbsvorgang zum Rechtsträgerwechsel kommen (Käufer und Verkäufer müssen sich in ihren Rechten und Pflichten ablösen).

 

Zwar gibt es einige Ausnahmen, bei denen die Grunderwerbsteuer nicht anfällt, wie zum Beispiel:

• Käufer und Verkäufer sind Ehegatten,
• Käufer und Verkäufer waren Ehegatten / Lebenspartner und der Kauf findet im Rahmen der Vermögensauseinandersetzung nach der Scheidung / Auflösung der Lebenspartnerschaft statt,
• Käufer und Verkäufer sind in gerader Linie miteinander verwandt,
• Kaufpreis beträgt maximal 2.500 Euro (Freigrenze, NICHT Freibetrag)

Die Grunderwerbsteuer wird in der Regel für den Kauf eines unbebauten Grundstücks berechnet. Als Bemessungsgrundlage dient der Kaufpreis. Bei bebauten Grundstücken ist der Kaufpreis in der Regel höher, doch auch hier dient er als Bemessungsgrundlage.

 

Senkung der Grunderwerbssteuer Bayern

Nachträglich kann die Grunderwerbsteuer gesenkt, zu viel entrichtete Beträge können erstattet werden. Voraussetzung dafür ist eine Beurkundung der Vereinbarung über die Kaufpreisminderung. Diese Beurkundung wird nötig, sofern die Kaufpreisminderung vor Auflassung des Grundstücks erfolgte. Eine Kaufpreisminderung aufgrund von Sachmängeln ist nachträglich ebenfalls möglich. Allerdings wird die Grunderwerbsteuer maximal innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren gesenkt.


Tipp der Redaktion:

 

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