Grunderwerbsteuer Baden-Württemberg 2017

Auch für den Hausbau in Baden-Württemberg (Massivhaus Firmen finden sie hier) muss zunächst der passende Grund und Boden gefunden werden. Und beim Kauf eines Grundstücks gibt es noch mehr zu bedenken. Denn grundsätzlich möchte genauso der Fiskus ein Stück vom Kaufpreis abhaben, in Form der Grunderwerbsteuer. Diese berechnet sich grundsätzlich prozentual vom Kaufpreis. Bei unbebauten Grundstücken, die zu geringeren Kaufpreisen angeboten werden, als bebaute Grundstücke, fällt dementsprechend auch die Grunderwerbsteuer geringer aus.



Höhe der Grunderwerbsteuer Baden-Württemberg 2017

Die Grunderwerbsteuer lag in Baden-Württemberg seit 1998 bei 3,5 Prozent, wie es bundesweit üblich war. Mit Wirkung vom 05.11.2011 wurde sie jedoch angehoben, und zwar auf fünf Prozent des Kaufpreises. Derzeit (Stand April 2013) erhebt nur das Saarland eine noch höhere Grunderwerbsteuer (5,5 Prozent). Ab 2014 kommt auch Schleswig-Holstein hinzu, wo die Grunderwerbsteuer auf 6,5 Prozent ansteigen soll.

Was heißt das jetzt konkret? Nehmen wir einen Beispielfall an:

Grundstücksgröße505 qm
Kosten / qm85,00 €
Gesamtkosten Grundstück 505 qm * 85,00 € =42.925,00 €
Grunderwerbsteuer5,0 %
Kosten Grunderwerbsteuer 42.925,00 € * 5,0 % =2.146,25 €

Bleiben wir beim obigen Beispiel, nehmen jedoch an, dass das Objekt vom Bauträger erworben wird. Dieser soll anschließend darauf ein Massivhaus zum Preis von 158.900 Euro bauen.

Dann berechnet sich die Grunderwerbsteuer wie folgt:

Kosten Haus158.900,00 €
Kosten Grundstück42.925,00 €
Gesamtkosten 158.900,00 € + 42.925,00 € =201.825,00 €
Grunderwerbsteuer 5 % 201.825,00 € * 5,0 % =10.091,25 €

Es zeigt sich also, dass die Kosten für die Grunderwerbsteuer sehr viel höher ausfallen, wenn das Grundstück direkt vom Bauträger gekauft wird, der anschließend auch das Haus bauen soll. Denn dann wird der Kaufpreis für das Haus ebenfalls mit heran gezogen.

 

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Gibt es Fälle, in denen keine Grunderwerbsteuer gezahlt werden muss?

Da stellt sich natürlich die Frage, ob man die Grunderwerbsteuer unter bestimmten Umständen auch umgehen kann.

Dies ist grundsätzlich möglich, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

  1. Der Kaufpreis beträgt maximal 2.500,00 €. Dies stellt eine Freigrenze, jedoch keinen Freibetrag dar und kommt in der Realität kaum vor.
  2. Das Grundstück wird vom Ehe- / Lebenspartner gekauft.
  3. Das Grundstück wird vom Ehe- / Lebenspartner gekauft, der Kauf findet im Rahmen der Vermögensauseinandersetzen statt, die nach der Scheidung bzw. Auflösung der Lebenspartnerschaft stattfindet.
  4. Das Grundstück wird von einer Person gekauft, mit der man in gerader Linie verwandt ist.

Infografik_Grunderwerbsteuer_HAMBURG_FINAL

Fälligkeit der Grunderwerbsteuer

 

Mit dem rechtskräftigen Zustandekommen eines Kaufvertrages wird ebenso die Grunderwerbsteuer fällig. Der Kaufvertrag ist in dem Moment rechtskräftig, in dem sich Käufer und Verkäufer auf einen Kaufpreis geeinigt und den Vertrag vor einem Notar unterzeichnet haben. Für die Fälligkeit der Grunderwerbsteuer spielt es hingegen keine Rolle, ob der Kaufpreis bereits bezahlt worden ist.

Der Steuerbescheid geht dem Käufer innerhalb kurzer Zeit zu. Er hat ab Zugang einen Monat Zeit, die fällige Grunderwerbsteuer zu bezahlen. Eine Stundung ist grundsätzlich nicht möglich. Es handelt sich um eine Verkehrssteuer. Allerdings haben die Finanzämter einen Ermessensspielraum und können die Zahlungsfrist verlängern. In der Praxis kommt eine solche Vorgehensweise jedoch kaum vor. Auch eine Senkung der Grunderwerbsteuer innerhalb einer Zwei-Jahres-Frist ist möglich, sofern nachgewiesen werden kann, dass der Kaufpreis gemindert wurde.

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